The Bible as ›Men’s‹ Word? Feminism and the Translation of the Hebrew Bible/Old Testament

von Susanne Scholz
in: lectio difficilior 1/2010
Der englischsprachige Artikel beschreibt die in den letzten Jahrzehnten stattfindenden Diskussionen über inklusive Bibelübersetzungen, die im englischsprachigen Raum zuweilen auch als „geschlechterneutrale” Übersetzungen bezeichnet werden. Die Analyse zeigt, dass diesen Debatten hermeneutische und sozial-politische Differenzen zu Grunde liegen. Es treffen dabei wörtlich-linguistische auf sozial-kulturelle Übesetzungsprinzipien, was dazu führt, dass etablierte Machtverhältnisse sowohl in den Bibelwissenschaften als auch in christlichen und jüdischen Institutionen hinterfragt werden. Nur so ist die Heftigkeit und Schärfe der Debatte zu erklären, da einfach mehr auf dem Spiel steht als nur der Text an sich. Der Artikel untersucht die Kontroversen in drei Schritten. Zunächst weist eine zusammenfassende Darstellung der neueren wissenschaftlichen Entwicklungen in den Übersetzungswissenschaften darauf hin, dass sie die wörtlich-linguistischen Übersetzungsstrategien weit hinter sich gelassen haben. Dann beschreibt der Artikel mit einem Fokus auf dem englisch- und deutschsprachigen Raum die verschiedenen inklusiven Bibelübersetzungen. Schließlich illustriert der Artikel die Kontroverse am Beispiel von Hosea 11,9c.