Geschlechtergerechte Bibeln – geschlechtergerechte Bildung

Die Bibel in gerechter Sprache und die Gütersloher Erzählbibel

Wie oft denn noch die immer selben Debatten um großes I, um mitgemeint und mitgenannt, um Gleichheit und ‚ich brauch das nicht (mehr)‘, um ‚wir wissen doch, dass Gott kein Mann ist, deshalb muss er doch nicht weiblich benannt werden‘?“ So und so ähnlich fragen viele von uns sich immer wieder… Aber wir halten daran fest: Je mehr Mädchen und Jungen damit aufwachsen, dass Frauen und Männer genannt werden, dass Gott mal Richterin und mal König heißt, mal Freund und mal Mutter – desto klarer und selbstverständlicher wandert alle Diskussion von der Metaebene ins echte Leben, von der reinen Kopfgeburt in Bauch, Herz und Hand.

Die Bibel in gerechter Sprache und die Gütersloher Erzählbibel als ihre ‚kleine Schwester‘ stehen neben vielem anderen auch eben dafür: Jungen und Mädchen, Frauen und MÄnner sprachfähig zu machen in Fragen von Bibel und Glaube, von Theologie und der Suche nach Sinn. Als Sprachhilfen stehen bewährte Werkzeuge wie etwa das Glossar und die Gesprächstexte (BigS) oder der Wechsel der Gottesbezeichnungen (Erzählbibel) zur Verfügung – beide, die Bibel für die ‚Großen‘ wie auch für die, die noch damit beschäftigt sind, groß zu werden, aber auf keinen Fall mehr zu den ‚Kleinen‘ zählen, gehen hier Hand in Hand, ergänzen einander.

Auf dies und mehr geht Kerstin Schiffner in ihrem Beitrag für den Ende letzten Jahres veröffentlichten Sammelband ›Gender – Religion – Bildung. Beiträge zu einer Religionspädagogik der Vielfalt‹ (herausgegeben von Annebelle Pithan, Silvia Arzt, Monika Jakobs, Thorsten Knauth, Gütersloher Verlagshaus; siehe Produktinformation auf der Verlagsseite) ein.