z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Brief an Titus

Kapitel 3

1Erinnere sie daran, sich den Machthabenden und Behörden unterzuordnen, Anordnungen zu befolgen und bereit zu sein, für das Gemeinwohl in jeder denkbaren Weise tätig zu werden. 2Sie sollen niemandem Schlechtes nachsagen, keine Streitigkeiten provozieren, in Auseinandersetzungen auf Rechthaberei verzichten und allen Menschen mit freundlicher Gelassenheit begegnen. 3Denn auch wir lebten einmal bar jeder Vernunft, leisteten Anordnungen keinen Gehorsam, waren orientierungslos und vielfältigen Begierden und Lüsten unterworfen. Wir führten unser Leben in Bosheit und Neid, wurden verabscheut und verfolgten uns gegenseitig mit Hass.
4Da aber erschien unsere °Rettung, die göttliche Freundlichkeit und Menschenliebe. 5Sie hat uns aus dieser Verstrickung gerettet, keineswegs aufgrund °gerechter Taten, die wir vollbracht hätten, sondern allein, weil Gott Mitgefühl mit uns hatte. So hat Gott uns gerettet durch das Bad, in dem wir noch einmal geboren und neu geschaffen werden durch die heilige °Geistkraft. 6Diese hat Gott reichlich über uns ausgegossen durch die Vermittlung Jesu, des Christos, unseres °Retters, 7damit wir, durch dieses °Geschenk gerechtfertigt, Anteil an der Hoffnung auf das °ewige Leben erhielten.
8Auf dieses Wort ist °Verlass! Und ich will, dass du dafür mit Nachdruck eintrittst, damit die, die auf Gott °vertrauen, engagiert nach Möglichkeiten suchen, für das Gemeinwohl tätig zu werden. Das ist gut und von Nutzen für die Menschen.
9Solche Dummheiten wie abgehobene theologische Spekulationen, Stammbäume, Streitgespräche und Auseinandersetzungen um das °Gesetz hingegen sollst du vermeiden. Sie sind nämlich nutzlos und überflüssig. 10Einen Menschen, der sich eine eigene Glaubensrichtung erfindet, weise einmal und auch ein zweites Mal zurecht; dann schließe ihn aus! 11Denn du weißt, dass so jemand an seiner Verwirrung festhält und weiter °gegen Gottes Willen lebt. Dadurch verurteilt er oder sie sich selbst.
12Wenn ich Artemas oder Tychikus zu dir schicken werde, beeile dich, zu mir nach Nikopolis zu kommen. Dort will ich nämlich den Winter zubringen. 13Statte Zenas, den Juristen, und Apollos gut für ihre Reise aus, damit es ihnen an nichts fehlt. 14Dabei geht es auch darum, dass unsere Gemeindeglieder lernen, uneigennützig zu geben, um den Bedarf an lebensnotwendigen Gütern zu decken. Dies soll so sein, damit ihr Glaube nicht ohne Frucht bleibt.
15Es grüßen dich alle, die bei mir sind. Grüße du alle, die uns, verbunden im °Glauben, zugetan sind.
Die °Gnade bleibe bei euch allen.