z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jesus Sirach

Kapitel 7

1Tue nichts Böses, dann wird dir nichts Böses zustoßen. 2Halte dich von Unrecht fern, dann wird es sich abwenden von dir. 3Säe nicht in Ackerfurchen des Unrechts, / damit du daraus nicht siebenfaches Unrecht erntest. 4Fordere von der Ewigen kein politisches Führungsamt / und vom König keine Ehrenstellung. 5Erkläre dich vor der Ewigen nicht selbst für gerecht, / und beim König kehre nicht die Weise heraus. 6Strebe nicht danach Richter zu werden, / wenn dir die Macht fehlt, konsequent gegen Unrecht vorzugehen. / Dann brauchst du dich nicht vor den Mächtigen in Acht zu nehmen / und wirst mit deiner Geradlinigkeit keinen Anstoß erregen. 7°Werde nicht schuldig an der Stadtbevölkerung, / und setze dich vor der Volksversammlung nicht selbst herab. 8Wiederhole einen °schweren Fehler nicht, / denn schon beim ersten Mal kannst du nicht auf Straflosigkeit hoffen. 9Sage nicht: »Gott, die °Höchste, wird schon auf die Menge meiner Gaben schauen, / und wenn ich ein Opfer darbringe, wird sie es auch annehmen.« 10Sei nicht ungeduldig beim Beten / und drücke dich nicht vor dem Almosengeben. 11Mach dich nicht lustig über einen verbitterten Menschen, / denn es gibt eine, die erniedrigt und erhöht. 12Streue keine Lüge aus über Bruder und Schwester, / und dasselbe tue auch nicht bei Freund und Freundin. 13Nimm dir fest vor überhaupt nicht zu lügen, / denn wiederholtes Lügen führt zu nichts Gutem. 14Rede in der Gruppe der Ältesten nicht gedankenlos daher, / und verdopple nicht die Worte deines Gebetes. 15Entwickle keinen Widerwillen gegenüber mühsamer und anstrengender Arbeit, / auch nicht gegenüber bäuerlicher Arbeit, die ja von der Höchsten geschaffen worden ist. 16Schließe dich nicht einer Gruppe °gewissenloser Menschen an, / denke daran: Das Zorngericht wartet nicht. 17Ganz tief demütige °dich, / denn das, was den Menschen erwartet, ist Gewürm.
18Wechsle einen Freund nicht wegen des Geldes, / und tausche einen wirklichen Bruder nicht gegen Gold aus Ofir(597). 19Wende dich nicht ab von einer weisen und guten Ehefrau, / denn ihre Zuneigung ist mehr wert als Gold. 20Behandle eine Sklavin, die zuverlässig für dich arbeitet, nicht schlecht, / auch nicht einen Tagelöhner, der mit ganzem °Herzen bei der Arbeit ist. 21Einen klugen Sklaven liebe wie dich °selbst, / enthalte ihm nicht die Freiheit vor. 22Hast du Tiere? Kümmere dich um sie. / Und wenn sie dir treu und nützlich sind, dann halte auch du treu an ihnen fest. 23Hast du Kinder? Erziehe sie. / Beuge ihren Nacken von Jugend auf. 24Hast du Töchter? Behüte ihren Leib. / Zeige ihnen gegenüber kein heiteres Gesicht. 25Verheirate eine Tochter und du wirst ein großes Werk vollbringen, / schenke sie aber nur einem verständnisvollen Mann.