z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jesus Sirach

Kapitel 25

1Drei Dinge gefallen mir, / und sie sind schön in den Augen der Ewigen und der Menschen: / Einvernehmen unter Schwestern und Brüdern, Freundschaft unter Menschen, die viel miteinander zu tun haben, / und Frau und Mann, die gut miteinander umgehen. 2Drei Arten von Menschen aber sind mir im °Innersten verhasst / und über ihre Lebensweise ärgere ich mich heftig: / Menschen in Armut, die überheblich daherkommen, reiche Menschen, die betrügen, / und ehebrecherische alte Männer, denen es an Verstand fehlt. 3Hast du in deiner Jugend nicht gesammelt, / worauf willst du dann im Alter zurückgreifen? 4Wie schön ist es, wenn Grauhaarige Urteilskraft zeigen / und ältere Menschen Rat wissen. 5Wie schön ist Altersweisheit / und bei angesehenen Menschen Nachdenklichkeit und überlegter Rat. 6Für alte Menschen ist reiche Erfahrung ein Ehrenkranz, / und ihr Ruhm ist die °Ehrfurcht vor der Ewigen. 7Neun Beispiele preise ich im Herzen glücklich, / und das zehnte muss meine Zunge aussprechen: / Menschen, die Freude haben an ihren Kindern, / und wer zu Lebzeiten noch mit eigenen Augen den Sturz von Feinden erlebt; 8glücklich ist der Mann, der mit einer klugen Frau zusammenlebt; / glücklich sind auch die, die durch ihre Zunge nicht zu Fall kommen, / und alle, die nicht für Menschen arbeiten, die ihrer nicht Wert sind; 9glücklich sind die, die Einsicht gefunden haben, / und alle, die zu Ohren sprechen, die ihnen zuhören; 10wie groß sind die, die Weisheit gefunden haben; / doch niemand kommt Menschen gleich, die die Ewige ehren und achten. 11Die Ehrfurcht vor der Ewigen übertrifft alles; / womit sind die zu vergleichen, die sie ergriffen haben?
13Jede Wunde, nur keine Wunde am Herzen, / und jede Bosheit, nur keine Bosheit von Ehefrauen; 14jedes Unglück, nur keines von Hassenden, / jede Strafe, nur keine von Feinden. 15Kein Gift ist schlimmer als Schlangengift, / und kein Zorn ist schlimmer als Feindeszorn.(606) 16Lieber wollte ich mit einem Löwen oder Drachen zusammenwohnen / als mit einer boshaften Ehefrau. 17Die Bosheit einer Ehefrau verändert ihr Aussehen, / und ihr Gesicht wird so finster wie das einer Bärin. 18Ihr Mann lässt sich bei seinen Nachbarn nieder / und unwillkürlich stöhnt er bitter auf. 19Jede Schlechtigkeit ist klein gegenüber der Schlechtigkeit einer Ehefrau, / das Schicksal °gewissenloser Menschen komme über sie. 20Wie ein staubiger Aufstieg für die Füße alter Menschen, / so anstrengend ist eine geschwätzige Ehefrau für einen ruhigen Mann. 21Falle nicht auf die Schönheit einer Frau herein / und verlange nicht nach dem, was sie besitzt. 22Zornesausbrüche, Unverschämtheiten und große Schande bringt es mit sich, / wenn eine Ehefrau ihren Mann finanziell unterhält. 23Ein verzagtes °Herz, ein mürrisches Gesicht und eine Herzenswunde: / das bringt eine schlechte Ehefrau; / schlaffe Hände und wankende Knie: / das bringt eine Ehefrau, die ihren Mann nicht glücklich macht. 24Von einer Ehefrau stammt der Anfang der °Schuld, / und ihretwegen sterben wir alle. 25Gib dem gespeicherten Wasser keinen Abfluss / und einer boshaften Ehefrau keine Möglichkeit sich öffentlich zu äußern;