z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Jesus Sirach

Kapitel 16

1Wünsche dir nicht eine große Zahl von Kindern, die nichts taugen, / freue dich auch nicht über °Söhne und Töchter, denen Gottes Wille gleichgültig ist. 2Wenn es noch so viele sind, freue dich nicht über sie, / es sei denn, sie ehren und achten die Ewige. 3Vertraue nicht darauf, dass sie lange leben, / und schenke ihrer großen Zahl keine Beachtung; / denn besser ist ein Kind, das Gott aufrichtig dient, als 1.000 andere, / und besser kinderlos sterben als Kinder haben, denen Gottes Wille gleichgültig ist. 4Denn ein einziger kluger Mensch kann eine Stadt aufbauen, / eine Gruppe von Gesetzlosen aber kann sie veröden lassen. 5Vieles davon hat mein Auge schon gesehen, / und Schlimmeres als dieses hat mein Ohr gehört. 6In einer °Versammlung °gewissenloser Menschen lodert Feuer auf, / und in einem aufrührerischen °Volk loderte Zorn auf. 7Gott hat den Giganten der Vorzeit nicht verziehen, / die sich im Vertrauen auf die eigene Stärke von Gott lossagten. 8Sie verschonte auch die nicht, bei denen Lot wohnte, / und verabscheute sie wegen ihres menschenverachtenden Hochmuts. 9Kein Erbarmen hatte sie mit einem verbrecherischen Volk, / mit denen, die vernichtet worden sind wegen ihrer °Unrechtstaten. 10Ähnlich erging es auch dem 600.000 Mann(599) starken Fußvolk, / das sich infolge seiner °Herzenshärte gegen Mose und Aaron zusammenrottete. 11Auch wenn nur eine Person halsstarrig ist, / wäre es ein Wunder, wenn sie straflos davonkommen würde; / denn bei Gott sind Erbarmen und Zorn, / die Macht der Vergebung und die Macht, Zorn auszugießen. 12So groß wie ihr Erbarmen, so hart ist ihre Zurechtweisung, / die Menschen beurteilt sie nach ihren Taten. 13°Verbrecherische Menschen werden mit ihrem Raub nicht entkommen, / und die Geduld derer, die Gott aufrichtig dienen, wird niemals enttäuscht werden. 14Jeder barmherzigen Gabe wird Gott eine Bleibe schaffen, / alle Menschen werden entsprechend ihren Taten Lohn erlangen.
17Sage nicht: »Vor der Ewigen bin ich verborgen, / und wer aus der Höhe wird schon an mich denken? / Unter so vielen Leuten falle ich gar nicht auf. / Wer bin °ich denn schon inmitten einer unermesslich großen Schöpfung?« 18Siehe, der Himmel und der Himmel über dem Himmel, / der Abgrund und die Erde wanken, wenn Gott sie prüfend anschaut; 19selbst die Berge und die Grundfesten der Erde / erzittern und erbeben, wenn Gott auf sie blickt. 20Dies alles kann sich ein Menschenherz nicht vorstellen, / und wer vermag über Gottes Wege nachzudenken? 21Wie eine heftige Windböe, die die Menschen nicht sehen können, / so geschehen die meisten Werke Gottes im Verborgenen. 22»Wer macht schon gerechte Taten öffentlich bekannt? / Oder – wer hält geduldig aus? Der °Bundesschluss ist ja schon lange her.« 23So denken nur kleinherzige Menschen, / ja, unverständige, in die Irre geleitete Menschen denken solchen Unsinn. 24Hör auf mich, mein Sohn, meine Tochter, und lerne Erkenntnis, / in deinem Herzen beschäftige dich mit meinen Worten; 25wohl abgewogen will ich Bildung aufscheinen lassen / und mit großer Sorgfalt Wissen bekannt machen.