z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Brief an die Gemeinde in Rom

Kapitel 15

1Wir Starken sind verpflichtet, die Skrupel der Unsicheren mitzutragen und dürfen nicht nur danach fragen, was für uns persönlich das Angenehmste ist. 2Jede und jeder von uns sollte sich für die Mitmenschen zu ihrem Besten einsetzen und sie fördern. 3Denn auch der °Messias hat nicht nur danach gefragt, was für ihn selbst das Angenehmste ist, sondern hat so gelebt, wie geschrieben steht: Die Demütigungen derer, die dich demütigen wollen, sind auf mich gefallen. 4Alles, was einst aufgeschrieben wurde, wurde verfasst, damit wir daraus lernen und durch die Widerstandskraft und den Trost der Schriften Hoffnung haben. 5Gott, die Quelle der Kraft standzuhalten und der Ermutigung, schenke euch, dass ihr euer Leben miteinander nach den Maßstäben des Messias Jesus gestaltet 6und gemeinsam aus einem Munde Gott loben könnt, den °Ursprung dessen, dem wir gehören, Jesus des Messias. 7Deshalb nehmt einander an, so wie der Messias euch angenommen hat. Damit °ehrt ihr Gott. 8Ich meine nämlich, dass der Messias ein °Diener der Beschneidung geworden ist, um zu zeigen, dass Gott verlässlich ist. Dadurch haben sich die Versprechen, die den °Erzeltern gegeben wurden, als gültig erwiesen. 9Nun können auch die °anderen Völker Gott für die Barmherzigkeit loben, wie es geschrieben ist: Deshalb will ich dir danken unter den °Völkern und für deinen Namen will ich singen. 10An anderer Stelle heißt es: Freut euch, ihr Völker, zusammen mit dem °Volk Gottes. 11Und wieder heißt es: Ihr °Völker, jubelt der Lebendigen zu. Schreit den Jubel laut hinaus, alle Stämme Israels. 12Dasselbe sagt auch Jesaja: Die Wurzel Isais wird Bestand haben. Und der, der aufsteht, die Völker zu führen, auf ihn werden die Völker hoffen. 13Gott, die Quelle aller Hoffnung, erfülle euch in eurem Vertrauen mit aller Freude und °Frieden, dass ihr von Hoffnung überfließt durch das Wirken der °heiligen °Geistkraft.
14Im Blick auf euch, meine Geschwister, bin ich sicher, dass ihr auch von euch aus das Gute tut, erfüllt von Erkenntnis aller Art, und fähig seid, euch gegenseitig zu beraten. 15Ich bin das Wagnis eingegangen, euch teilweise recht offen zu schreiben, um euch einiges wieder in Erinnerung zu rufen. Die Kraft dazu gibt mir die °Zuwendung Gottes, 16als Priester des °Messias Jesus zu den Völkern zu gehen und den priesterlichen Auftrag an der °Freudenbotschaft Gottes zu erfüllen. Denn die Menschen aus den °Völkern sollen als heilige Gabe dargebracht werden, an der Gott Freude hat, geheiligt durch die heilige Geistkraft. 17Grund, stolz auf das zu sein, was ich für Gott tue, habe ich allein im Messias Jesus. 18Ich würde es nicht wagen, von etwas zu sprechen, was ich getan habe, wäre es nicht vom Messias bewirkt, um durch mich, mein Wort und meine Arbeit Anerkennung bei den Menschen aus den Völkern zu finden. 19Kraftvoll bestätigt wurde mein Tun durch Zeichen und Wunder, die die °Geistkraft bewirkt hat. So konnte ich den Auftrag erfüllen, von Jerusalem aus, in den Gebieten bis Illyrien die °Freudenbotschaft über den Messias zu verbreiten. 20Dabei habe ich mich bemüht, die Freudenbotschaft nicht dahin zu bringen, wo der Name des Messias bereits bekannt war. Ich wollte nicht auf dem Fundament anderer aufbauen, 21sondern hielt mich an das, was geschrieben steht: Erkennen werden die, denen nichts über ihn berichtet wurde, und verstehen werden die, die nichts über ihn gehört haben.
22Das ist ein Grund, weshalb ich viele Male daran gehindert wurde, zu euch zu kommen, 23obwohl ich mich seit vielen Jahren danach sehne. Nun aber habe ich keine Aufgabe mehr in diesen Gegenden. 24Wenn ich mich dann auf den Weg nach Spanien mache, hoffe ich darauf, euch zu besuchen und mit eurer Unterstützung die Reise fortsetzen zu können – dies aber erst, wenn ich eure Gemeinschaft wenigstens ein bisschen genossen habe. 25Doch zuerst reise ich nun nach Jerusalem, um den °heiligen Geschwistern einen Dienst zu erweisen.