z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Brief an die Gemeinde in Rom

Kapitel 10

1Geschwister, von °Herzen wünsche ich es und bitte Gott darum, dass sie °gerettet werden. 2Sie setzen sich leidenschaftlich für Gott ein, das kann ich bezeugen. Aber sie durchschauen nicht, worauf es ankommt. 3Denn sie haben nicht erkannt, worin Gottes °Gerechtigkeit schaffendes Handeln besteht, und versucht, aus eigener Kraft Gerechtigkeit zu schaffen, die Bestand hat. Dabei haben sie sich dem Gerechtigkeit schaffenden Handeln Gottes nicht unterstellt. 4Denn die °Tora ist auf den °Messias ausgerichtet: Gerechtigkeit wird allen zugesprochen, die °vertrauen. 5Über die Gerechtigkeit, die aus der Tora erwächst, schreibt Mose: Sie schenkt denen Leben, die ihre Weisungen erfüllen. 6Die Gerechtigkeit, die aus °Vertrauen erwächst, spricht folgende Worte: Sprich nicht in deinem °Herzen: Wer könnte in den Himmel hinaufsteigen? – das heißt: um den Messias herabzuholen – 7oder: Wer könnte in die Tiefe hinabsteigen – das heißt: um den °Messias von den Toten heraufzuführen? 8Was aber sagt die Gerechtigkeit? Nahe ist dir das Wort, es wohnt in deinem Mund und in deinem °Herzen – das heißt: Das ist das Wort des Vertrauens, das wir verkünden. 9Wenn du aber mit deinem Mund öffentlich erklärst, dass es Jesus ist, °dem wir gehören, und mit deinem °Herzen vertraust, dass Gott ihn von den Toten °geweckt hat, dann wirst du gerettet. 10Vertrauen, das aus dem °Herzen kommt, führt zur Gerechtigkeit. Sich mit dem Mund öffentlich zu erklären, führt zur °Rettung. 11Denn die Schrift spricht: Wer auf Gott vertraut, wird nicht scheitern.
12Deshalb gibt es keinen Unterschied zwischen jüdischen und griechischen Menschen, denn die Lebendige ist Gott aller Menschen. Alle, die zu ihr rufen, haben Teil an ihrem Reichtum: 13Denn alle, die den Namen der Lebendigen anrufen, werden gerettet. 14Wie kann das geschehen? Sie können doch nur zu ihr rufen, wenn sie ihr °vertrauen. Vertrauen entwickeln können sie aber nur dann, wenn sie von ihr gehört haben. Von ihr hören können sie aber nur dann, wenn es Menschen gibt, die die Botschaft über sie verkünden. 15Verkündet werden kann sie aber nur, wenn es Menschen gibt, die dazu ausgesandt werden. So ist es geschrieben: Willkommen sind die Füße derer, die gute Nachrichten bringen. 16Aber nicht alle haben die °Freudenbotschaft angenommen. Schon Jesaja spricht: Lebendige, wer findet Vertrauen in das, was wir verkündet haben? 17Folglich erwächst °Vertrauen aus dem Hören auf die Verkündigung; das Wort des °Messias begründet, dass Menschen auf die Verkündigung hören. 18Ich frage mich allerdings, ob sie sie nicht gehört haben. O doch! In die ganze Welt ist ihre Stimme ausgezogen, bis ans Ende der Erde ihr Wort. 19Ich frage weiter: Hatte nicht Israel zuerst die Erkenntnis? Mose spricht: Ich werde euch auf ein °Volk eifersüchtig machen, das kein Volk ist. Gegen ein unwissendes Volk werde ich euch aufbringen. 20Jesaja traut sich zu sagen: Ich ließ mich finden von denen, die nicht nach mir suchten. Ich gab mich denen zu erkennen, die nicht nach mir fragten. 21Im Blick auf Israel spricht er: Den ganzen Tag strecke ich meine Hände nach einem aufsässigen °Volk aus, das nicht auf mich hört.