z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Brief an die Gemeinde in Rom

Kapitel 1

1Paulus, °Sklave des °Messias Jesus, zum Apostel gerufen, ausgesondert, die °Freudenbotschaft °Gottes zu bringen, 2die bereits früher durch die Propheten und Prophetinnen in den heiligen Schriften verkündet wurde:
3über Gottes °Sohn, in seiner °leiblichen Existenz als Nachkomme Davids geboren. 4In der Heiligkeit der °Geistkraft durch die °Auferstehung der Toten eingesetzt als Gottes Sohn in Vollmacht ist Jesus der Messias, °dem wir gehören. 5Durch ihn wurde uns die °Gabe und der Auftrag zuteil, in seinem Namen zu bewirken, dass °alle Völker auf ihn hören und auf ihn °vertrauen. 6Zu diesen gehört auch ihr, gerufen von Jesus, dem Messias.
7An alle Geliebten Gottes in Rom, gerufen, als °heilige Geschwister zu leben: Unter euch wohne °Gnade und °Friede von Gott, unserem °Ursprung, und von Jesus Christus, dem wir gehören.
8Zuallererst danke ich meinem °Gott durch Jesus, den Messias, um euer aller willen dafür, dass auf der ganzen Welt über euer °Vertrauen gesprochen wird. 9Gott kann es bezeugen, dass ich meine ganze °Lebenskraft als Gottesdienst zur Verfügung stelle, damit die Freudenbotschaft über den Sohn verbreitet wird: Ich denke unablässig an euch 10und bitte immer in meinen Gebeten darum, dass es mir doch endlich gelingen möge – so Gott will – zu euch zu kommen. 11Ich sehne mich so danach, euch zu sehen und euch mit von der °Geistkraft gewirkten °Gaben zu stärken. 12Das heißt aber auch: miteinander neuen Mut zu schöpfen, wenn wir uns gegenseitig unser Vertrauen stärken – ihr und ich. 13Ich möchte, Geschwister, dass ihr wisst: Ich habe mir schon oft vorgenommen, zu euch zu kommen, wurde aber bis jetzt daran gehindert. Gerne hätte ich bei euch Früchte meines Wirkens geerntet wie bei den übrigen °Völkern. 14Menschen griechischer Herkunft bin ich verpflichtet wie 15So bin ich bereit, auch euch in Rom die °Freudenbotschaft zu bringen. 16Ich gehe das Wagnis ein, die Freudenbotschaft öffentlich zu verkünden. In ihr wirkt die Kraft Gottes zur °Befreiung aller, die auf sie vertrauen, jüdischer Menschen zuerst und dann auch griechischer. 17In ihr wird enthüllt, wie Gott °Gerechtigkeit schafft, als Quelle und Ziel des °Vertrauens. So steht es geschrieben: °Gerecht ist, wer Vertrauen lebt.

18Es ist nun offenbar, dass Gott vom Himmel her zornig Partei ergreift gegen jegliche Missachtung dessen, was göttlich ist, gegen jedes Unrecht von Menschen, die durch ihr ungerechtes Handeln die Wahrheit unterdrücken. 19Denn das, was von Gott erkannt werden kann, ist für sie sichtbar. Gott selbst hat es ihnen gezeigt: 20Seitdem die Welt geschaffen wurde, können die Augen der Vernunft die unsichtbare Gegenwart Gottes im Geschaffenen deutlich wahrnehmen, die immerwährende Kraft und Göttlichkeit. Für diese Menschen gibt es keine Entschuldigung. 21Denn obwohl sie Gott kannten, haben sie Gott nicht als Gott °geehrt oder gedankt, sondern haben sich durch ihr fehlgeleitetes Denken auf Abwege führen lassen. Ihr uneinsichtiges °Herz wurde finster. 22Indem sie sich damit brüsteten, weise zu sein, zeigten sie ihren Unverstand. 23Sie tauschten die °Verehrung der Gegenwart des unvergänglichen Gottes für die eines Standbildes ein, das die Gestalt eines korrupten Menschen hatte oder sogar die von Vögeln, vierfüßigen oder kriechenden Tieren. 24Deshalb überließ Gott sie der Gier ihrer uneinsichtigen Herzen, die sich auf das richtete, was ihre °Heiligkeit verletzt. Die Folge ist, dass sie bei dem, was sie einander antun, ihre °Körper mit Verachtung behandeln. 25Sie tauschten die göttliche Wahrheit gegen ein Trugbild ein, huldigten und dienten dem Geschöpf anstelle der Schöpfungsmacht – gesegnet sei sie durch °Zeiten und Welten, °Amen.