z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Richterinnen und Richter

Kapitel 5

1Debora – und Barak ben-Abinoam – sang an jenem Tag: 2»Dass man in Israel die Haare lang hängen ließ(147), dass sich das °Volk willig zeigte, dafür segnet Adonaj! 3Hört, ihr Könige, merkt auf, ihr Oberhäupter! Ich will Adonaj, ich will singen, ich will Adonaj spielen, der Gottheit Israels. 4Adonaj, als du auszogst aus Seïr, schrittest über Edoms Gebiet, erbebte die Erde, auch die Himmel troffen, auch die Wolken troffen von Wasser, 5die Berge sanken nieder vor Adonaj, sogar der Sinai, vor Adonaj, der Gottheit Israels. 6In den Tagen Schamgars ben-Anat, in den Tagen Jaëls, hatten die Karawanen aufgehört, und die auf Pfaden gehen, mussten krumme Wege gehen. 7Freie Bauernschaft gab es nicht mehr, in Israel gab es sie nicht mehr, bis ich aufstand, Debora, bis ich aufstand, eine Mutter in Israel. 8Man wählte neue Göttinnen und Götter; verschwunden war das Gerstenbrot. Schilde wurden nicht gesehen noch Speere unter 40.000 in Israel. 9Mein °Herz schlägt für die, die Israel anführten, die sich hingaben im Volk. Dafür segnet Adonaj! 10Die ihr auf weißrötlichen Eselinnen reitet, auf Teppichen sitzt und auf den Wegen zieht, denkt nach! 11Durch die Stimme derer, die das Wasser zwischen den Tränkrinnen verteilen,
werden die °gerechten Taten Adonajs erzählt, die gerechten Taten der eigenen Bauernschaft. Damals zog das Volk Adonajs zu den Toren. 12Wach auf, wach auf, Debora, wach auf, wach auf, sing ein Lied! Steh auf, Barak, und führe die gefangen, die dich fangen wollten, Sohn Abinoams! 13Damals ging ein Entronnener zu den Vornehmen hinab. °Volk Adonajs, herrsche mir unter den Helden! 14Aus Efraim: seine Sprösslinge sind bei den Leuten von Amalek! Dir nach, Benjamin, mit deinen Scharen! Aus Machir stiegen die herab, die anführten, und aus Sebulon die, die unter dem Stock eines Schreibers schleppten. 15Meine Oberhäupter aus Issachar: mit Debora, und Issachar mit Barak! Ihnen auf dem Fuß folgend, wurden sie in die Ebene geschickt. An den Bächen Rubens großes °Kopfzerbrechen! 16Warum sitzt du zwischen den Sattelkörben, um das Herbeipfeifen der Herden zu hören? An den Bächen Rubens großes °Herzerforschen!(148) 17Gilead blieb jenseits des Jordans sitzen, und Dan: Warum bleibt es bei den Schiffen? Ascher bleibt an der Meeresküste, sitzt bei seinen Buchten. 18Sebulon ist ein Volk, das sein °Leben bis zum Tod wagt, und auch Naftali auf den Höhen seines Gebietes. 19Könige kamen, kämpften, damals kämpften die Könige Kanaans bei Taanach an den Wassern Megiddos, Silberbeute nahmen sie nicht. 20Vom Himmel kämpften die Sterne, aus ihren Bahnen kämpften sie gegen Sisera. 21Der Kischonbach schwemmte sie weg, der altberühmte Bach. Tritt einher, meine °Seele, mit Kraft! 22Damals stampften die Hufe der Pferde vom wilden Galopp ihrer Hengste.(149)
23Verflucht Meros, sagte der °Bote Adonajs, verflucht, verflucht seine Einwohnerschaft. Denn sie kamen Adonaj nicht zu Hilfe, Adonaj nicht zu Hilfe unter seinen Kämpfenden. 24Gesegnet unter den Frauen sei Jaël, die Frau des Keniters Heber, vor den Frauen im Zelt sei sie gesegnet! 25Wasser erbat er, Milch gab sie, in einer Schale Vornehmer reichte sie ihm Dickmilch.