z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Richterinnen und Richter

Kapitel 20

23Die Angehörigen Israels waren hinaufgezogen, hatten vor Adonaj bis zum Abend geweint und Adonaj befragt: »Soll ich weiter zum Kampf gegen die Nachkommen meines Bruders Benjamin anrücken?« Adonaj hatte geantwortet: »Zieht hinauf gegen ihn!« 24Die Leute Israels näherten sich am zweiten Tag den Leuten vom Stamm Benjamin. 25Benjamin zog ihnen am zweiten Tag aus Gibea entgegen. Sie streckten von den Israelitinnen und Israeliten noch 18.000 Menschen zu Boden, alle mit Schwertern bewaffnet. 26Da zogen alle Israelitinnen und Israeliten und alles °Volk hinauf und kamen nach Bet-El, sie weinten und blieben dort vor Adonaj. Sie fasteten den Tag bis zum Abend und brachten °Brandopfer und °Heilsmahlopfer vor Adonaj. 27Sie befragten Adonaj – in jenen Tagen war damals dort die Bundeslade Gottes, 28und Pinhas ben-Eleasar ben-Aaron tat damals dort vor ihm Dienst –: »Soll ich noch weiter zum Krieg gegen die Söhne unseres Bruders Benjamin ausziehen oder soll ich aufhören?« Adonaj sagte: »Zieht hinauf, denn morgen gebe ich ihn in eure Gewalt.«
29Israel legte Leute in den Hinterhalt rings um Gibea. 30Am dritten Tag zogen die Leute Israels gegen die Leute vom Stamm Benjamin hinauf und stellten ihre Schlachtreihe wie schon zweimal bei Gibea auf. 31Als Benjamin dem Volk entgegenzog, wurde es von der Stadt fortgelockt. Sie begannen wie die beiden vorigen Male, Leute vom Volk auf den Straßen zu erschlagen, von denen die eine nach Bet-El hinaufführt und die andere nach Gibea, auch auf dem Feld, etwa 30 israelitische Männer. 32Die Leute vom Stamm Benjamin sagten: »Sie werden wie die ersten Male von uns geschlagen werden.« Die Menschen Israels sagten: »Wir wollen fliehen und sie von der Stadt hin zu den Straßen locken.« 33Da standen alle von Israel von ihrem Platz auf und stellten sich in Schlachtordnung bei Baal-Tamar auf. Der Hinterhalt Israels brach von seinem Platz westlich von Geba auf. 3410.000 Menschen, auserlesen aus ganz Israel, kamen von der Seite Gibeas her. Der Kampf war °schwer. Sie aber wussten nicht, dass das Unheil auf sie zukam. 35Adonaj schlug Benjamin vor den Augen Israels. Die Angehörigen Israels erschlugen an diesem Tag von Benjamin 25.100 Menschen, alle mit Schwertern bewaffnet.
36Die Leute vom Stamm Benjamin sahen, dass sie geschlagen waren. Die Angehörigen Israels gaben Benjamin Raum, denn sie vertrauten auf den Hinterhalt, den sie bei Gibea gelegt hatten. 37Der Hinterhalt eilte und breitete sich bei Gibea aus, der Hinterhalt zog los und schlug die ganze Stadt mit der Schärfe des Schwertes. 38Es gab eine Vereinbarung zwischen den Kämpfenden Israels und dem Hinterhalt: Sie sollten viele Rauchschwaden machen und sie von der Stadt aufsteigen lassen. 39Als sich die Leute Israels vom Kampf wegwandten und Benjamin anfing, Gefallene unter ihnen zu erschlagen, etwa 30 Mann, denn sie sagten: »Gewiss werden wir sie vollständig schlagen wie beim ersten Kampf!«, 40da begannen die Rauchschwaden von der Stadt aufzusteigen, eine Rauchsäule. Die Leute vom Stamm Benjamin drehten sich nach ihr um, da brannte die Stadt wie ein Brandopfer hinauf in den Himmel. 41Als sich die Kämpfenden Israels nun wieder umdrehten, wurden die Benjaminiter verwirrt, denn sie sahen, dass das Unheil auf sie zukam. 42Sie wandten sich vor den Kämpfenden Israels zum Weg in die Wüste, aber der Kampf erreichte sie, und alle, die aus der Stadt kamen, die vernichteten sie dazwischen. 43Sie umstellten die Leute vom Stamm Benjamin, jagten ihnen nach von Noha aus und holten sie östlich gegenüber Gibea ein. 44Von Benjamin fielen 18.000 Menschen, alles kampferprobte Männer. 45Einige wandten sich um und flohen in Richtung Wüste zum Rimmon-Fels. Sie hielten Nachlese auf den Straßen: 5.000 Menschen. Und sie verfolgten sie hartnäckig bis Gidom und erschlugen von ihnen 2.000 Menschen. 46Die Zahl der Gefallenen aus Benjamin betrug an jenem Tag 25.000 Menschen, jeder ein Schwertträger und alles Krieger. 47600 Menschen wandten sich weg und flohen Richtung Wüste zum Rimmon-Fels. Beim Rimmon-Fels blieben sie vier Monate.