z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Richterinnen und Richter

Kapitel 20

1Da gingen alle Israelitinnen und Israeliten hinaus und die °Gemeinde versammelte sich geschlossen von Dan bis Beër-Scheba, auch das Land Gilead, vor Adonaj in Mizpe. 2Die Oberhäupter des ganzen Volkes, aller Stämme Israels, traten zu einer °Versammlung des °Volkes Gottes zusammen, 400.000 Menschen zu Fuß, mit Schwertern bewaffnet. 3Die Leute aus dem Stamm Benjamin hörten, dass die Angehörigen Israels nach Mizpe hinaufgezogen waren. Die Angehörigen Israels sagten: »Sagt, wie ist dieses Böse geschehen?« 4Da antwortete der Levit, der Mann der Frau, die ermordet worden war: »Ich und meine Nebenfrau kamen nach Gibea, das zu Benjamin gehört, um zu übernachten. 5Da standen die Herren von Gibea gegen mich auf, nachts umzingelten sie in feindlicher Absicht das Haus. Mich planten sie zu töten, und meine Nebenfrau vergewaltigten sie. Sie starb. 6Da nahm ich meine Nebenfrau und zerstückelte sie und schickte sie in alle Gebiete des Erbbesitzes Israels, denn sie haben eine Schandtat und Abscheuliches getan in Israel. 7Ihr, Leute Israels, seid nun alle hier; schafft euch hier Wort und Rat!«
8Da stand das ganze Volk geschlossen auf: »Wir werden nicht alle in unsere Zelte gehen! Wir werden alle nicht in unsere Häuser zurückkehren! 9Vielmehr das werden wir Gibea tun: Gegen es nach dem Losentscheid! 10Wir nehmen zehn Männer von 100 aus allen Stämmen Israels und 100 von 1.000 und 1.000 von 10.000, damit sie Verpflegung für das Volk besorgen, für die, die gekommen sind, um mit Geba in Benjamin das zu tun, was der Schandtat angemessen ist, die es in Israel getan hat.«
11Alle Wehrfähigen Israels versammelten sich geschlossen bei der Stadt, eine Gemeinschaft. 12Die Stämme Israels sandten Männer in alle Stämme Benjamins mit der Botschaft: »Was ist das für eine böse Tat, die bei euch geschehen ist? 13Gebt jetzt die nichtsnutzigen Männer von Gibea heraus, dass wir sie töten und das Böse aus Israel wegschaffen!« Aber die Leute aus Benjamin wollten nicht auf die Stimme ihrer israelitischen Geschwister hören. 14Vielmehr versammelten sich die Leute vom Stamm Benjamin von den Städten bei Gibea, um in den Krieg gegen die Israelitinnen und Israeliten zu ziehen. 15Die Leute vom Stamm Benjamin aus den Städten wurden an jenem Tag gemustert: 26.000 Menschen, mit Schwertern bewaffnet, ohne die Einwohnerschaft von Gibea. Ausgewählt wurden 700 auserlesene Männer. 16Unter diesem ganzen Volk waren 700 auserlesene Männer, Linkshänder. Jeder Einzelne schleuderte den Stein haarscharf, sie °verfehlten ihr Ziel nicht. 17Die Angehörigen Israels außer Benjamin wurden gemustert: 400.000 schwertbewaffnete Männer, jeder Einzelne ein Krieger. 18Sie standen auf und gingen nach Bet-El hinauf und befragten die Gottheit. Die Menschen Israels fragten: »Wer von uns soll als Erster in den Krieg gegen die Leute vom Stamm Benjamin hinaufziehen?« Adonaj antwortete: »Juda zuerst.« 19Die Angehörigen Israels brachen am Morgen auf und lagerten sich gegenüber Gibea. 20Dann zogen sie zum Kampf gegen Benjamin aus. Sie stellten sich in Schlachtordnung bei Gibea auf – Israel in völliger Geschlossenheit. 21Die Leute vom Stamm Benjamin zogen aus Gibea aus und streckten an diesem Tag 22.000 Menschen in Israel zu Boden. 22Trotzdem fasste das Volk von Israel Mut und stellte sich wieder zur Schlachtordnung an dem Ort auf, wo sie sich am ersten Tag aufgestellt hatten.
23Die Angehörigen Israels waren hinaufgezogen, hatten vor Adonaj bis zum Abend geweint und Adonaj befragt: »Soll ich weiter zum Kampf gegen die Nachkommen meines Bruders Benjamin anrücken?« Adonaj hatte geantwortet: »Zieht hinauf gegen ihn!« 24Die Leute Israels näherten sich am zweiten Tag den Leuten vom Stamm Benjamin. 25Benjamin zog ihnen am zweiten Tag aus Gibea entgegen. Sie streckten von den Israelitinnen und Israeliten noch 18.000 Menschen zu Boden, alle mit Schwertern bewaffnet.