z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit der Richterinnen und Richter

Kapitel 10

1Nach Abimelech stand Tola ben-Pua ben-Dodo, ein Mann aus Issachar, auf, um Israel zu befreien. Er wohnte in Schamir auf dem Efraimgebirge. 2Er übte in Israel 23 Jahre richterliche Gewalt aus. Dann starb er und wurde in Schamir begraben.
3Nach ihm stand der Gileaditer Jaïr auf. Er übte in Israel 22 Jahre richterliche Gewalt aus. 4Er hatte 30 Söhne, die auf 30 Eselinnen ritten, und 30 Eselshengste gehörten ihnen. Man nennt die Wohnstätten bis heute »Jaïrs Zeltdörfer«, sie liegen im Land Gilead. 5Jaïr starb und wurde in Kamon begraben.
6Die Israelitinnen und Israeliten fuhren fort, das, was in den Augen Adonajs böse ist, zu tun. Sie dienten den Baalen und Astarten, den °Gottheiten Arams, den Gottheiten Sidons, den Gottheiten Moabs, den Göttinnen und Göttern der Ammoniterinnen und Ammoniter und den Gottheiten der Philisterinnen und Philister. Sie verließen Adonaj und dienten ihm nicht. 7Da wurde Adonajs Nase heiß vor Zorn gegen Israel. Er verkaufte sie in die Gewalt der Philisterinnen und Philister und der Ammoniterinnen und Ammoniter. 8Die unterdrückten und misshandelten die Menschen Israels in jener Zeit 18 Jahre lang, alle Angehörigen Israels jenseits des Jordans im amoritischen Land, das ist in Gilead. 9Das ammonitische Volk überquerte den Jordan, um auch gegen Juda, Benjamin und das Haus Efraim zu kämpfen. Israel kam sehr in Bedrängnis. 10Da schrien die Israelitinnen und Israeliten zu Adonaj: »Wir haben gegen dich °gefehlt, ja, wir haben unseren Gott verlassen und haben den Baalen gedient.« 11Adonaj sagte den Menschen Israels: »Nicht wahr, von Ägypten an hat man euch unterdrückt – und auch von den amoritischen, ammonitischen und philistäischen Völkern, 12von den Leuten aus Sidon, Amalek und Maon wurdet ihr unterdrückt –, und ihr habt zu mir geschrien, und ich habe euch aus ihrer Gewalt befreit. 13Ihr aber habt mich verlassen und anderen Göttinnen und Göttern gedient. Darum will ich euch nicht mehr retten. 14Geht und schreit zu den Göttinnen und Göttern, die ihr euch erwählt habt. Die werden euch in der Zeit eurer Not retten.« 15Da sagten die Menschen Israels zu Adonaj: »Wir haben °Fehler gemacht. Mach du mit uns alles, was in deinen Augen gut ist, nur rette uns doch heute.« 16Sie entfernten die fremden Göttinnen und Götter aus ihrer Mitte und dienten Adonaj. Da wurde sein °Inneres aufgewühlt angesichts der Not Israels.
17Die Ammoniterinnen und Ammoniter wurden zusammengerufen und lagerten sich in Gilead. Die Israelitinnen und Israeliten versammelten sich und lagerten sich in Mizpe. 18Da sagten das °Volk und die Führenden in Gilead, eine jede zu ihrer Nachbarin und ein jeder zu seinem Nachbarn: »Wer ist der Mann, der mit dem Kampf gegen die ammonitische Heerschar beginnen wird? Er soll zum Oberhaupt aller werden, die in Gilead wohnen!«