z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch der Psalmen

Psalm 104

10Quellen schickst du in ihre Täler. Zwischen den Bergen gehen sie dahin,
11tränken alle Lebewesen der Wildnis. Wildesel löschen ihren Durst.
12Über ihnen wohnen die Vögel des Himmels,
aus dem Gebüsch lassen sie ihre Stimmen hören.
13Die Berge tränkst du aus deiner hohen Wohnung,
von der Frucht deiner Werke wird die Erde satt.
14Du lässt Gras wachsen für das Vieh
und Pflanzen für die Arbeit der Menschen,
um Brot aus der Erde hervorzubringen,
15dazu Wein – er erfreut das menschliche Herz –,
Öl, um die Gesichter glänzen zu lassen,
und Brot, um das menschliche Herz zu stärken.
16Satt werden die Bäume der Einen,
die Zedern des Libanon, die sie gepflanzt hat,
17wo Vögel nisten, der Storch in den Wipfeln sein Haus hat.
18Die hohen Berge sind für die Steinböcke,
die Felsen Zuflucht für die Klippdachse.
19Den Mond hat sie für die Festzeiten gemacht,
und die Sonne, die selbst den Ort ihres Untergangs kennt.
20Du bestimmst, dass Finsternis sei, und es wird Nacht.
Dann regen sich alle Lebewesen des Waldes.
21Die Junglöwen brüllen nach Beute,
um von °Gott ihre Nahrung zu fordern.
22Geht die Sonne auf, ziehen sie sich zurück
in ihre Wohnungen und legen sich nieder.
23Und heraus geht der Mensch, an sein Werk,
an seine Arbeit bis zum Abend.
24Wie viele sind deine Werke, du, die Eine!
Alles hast du in Weisheit gemacht.
Voll ist die Erde von deinen Geschöpfen.
25Da ist das Meer, groß und weit nach allen Seiten,
da tummeln sich ohne Zahl kleine Lebewesen mit großen.
26Dort fahren Schiffe umher,
der Leviatan, den hast du geformt, mit ihm zu spielen.
27Alle warten auf dich, dass du ihnen Nahrung gibst zu ihrer Zeit.
28Du gibst ihnen – sie sammeln ein.
Du öffnest deine Hand – sie werden satt an Gutem.
29Du verbirgst dein Angesicht – sie erschrecken.
Du nimmst ihre °Geistkraft zurück – sie sterben,
werden wieder zu Staub.
30Du schickst deine °Geistkraft – sie werden geschaffen,
neu machst du das Angesicht des Erdbodens.
31Die °strahlende Macht der Einen für immer!
Die Eine freue sich an ihren Geschöpfen.
32Die die Erde anschaut, dass sie erbebt,
die Berge berührt, dass sie rauchen.
33Singen will ich der Einen mit meinem Leben,
für meine Gottheit musizieren mit meinem Dasein!
34Möge ihr gefallen, was ich ersinne – ich will mich freuen über die Eine!