z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Numeri. Das vierte Buch der Tora

Kapitel 35

1Gott redete zu Mose in der Ebene Moabs auf der Höhe von Jericho: 2»Beauftrage die Nachkommen Israels, dass sie den levitischen Familien von ihrem Erbbesitz Städte zur Wohnung überlassen, auch Weideflächen um die Städte herum gebt den levitischen Familien. 3Die Städte sollen ihnen zum Wohnen dienen, die Weideflächen sollen ihren Tieren, ihrem Herdenbesitz und allen ihren Lebewesen dienen. 4Die Weideflächen der Städte, die ihr den levitischen Familien überlasst, reichen von der Stadtmauer nach außen rundherum 1.000 Ellen weit. 5Ihr messt außerhalb der Stadt den östlichen Rand mit 2.000 Ellen ab, ebenso den südlichen, den westlichen und den nördlichen, so dass die Stadt in der Mitte liegt. Das seien für sie die Weideplätze der Stadt.
6Die Städte, die ihr den levitischen Familien übergebt, sind folgende: sechs Asylstädte, wohin diejenigen fliehen können, die einen Totschlag begangen haben, und 42 normale Städte. 7Alle Städte, die ihr den levitischen Familien zur Verfügung stellt, sind also 48 einschließlich ihrer Weideflächen. 8Was die Städte betrifft, die die Nachkommen Israels von ihrem Besitz abgeben, sollt ihr von denen, die viel haben, viel nehmen und von denen, die wenig haben, wenig nehmen. Jede Person soll nach dem Umfang ihres Erbes, das sie erben, den Leviten Städte geben.«
9Gott redete zu Mose: 10»Rede zu den Nachkommen Israels und sage ihnen: Nach dem Überschreiten des Jordans ins Land Kanaan 11sollt ihr euch Städte als Asylstädte zuordnen, die für euch da sind, um nach einem Totschlag dorthin zu fliehen – im Fall einer fahrlässigen Tötung. 12Sie sollen euch als Asylstädte dienen vor der Person, die dem Opfer Gerechtigkeit verschafft, damit die Person, die jemand totgeschlagen hat, nicht getötet wird, bevor sie vor einem °°Gemeindegericht°° gestanden hat. 13Die Städte, die sie zur Verfügung stellen, sollen sechs Städte sein, die euch zum Asyl dienen. 14Drei dieser Städte sollen jenseits des Jordans sein, und drei stellen sie diesseits im Land Kanaan zur Verfügung. Asylstädte sollen es sein. 15Den Nachkommen Israels und dem Fremden, der Fremden, die sich in eurer Mitte niedergelassen haben, seien diese Städte Asylstädte, wohin man bei fahrlässiger Tötung irgendeines °Menschenlebens fliehen kann:
16Wer einen Menschen mit einem Gegenstand aus Eisen totschlägt, ist ein Mörder, eine Mörderin. Der Mörder, die Mörderin erhält die Todesstrafe. 17Wer einen Menschen mit einem Stein in der Hand, mit dem man töten kann, totschlägt, ist ein Mörder, eine Mörderin. Der Mörder oder die Mörderin erhält die Todesstrafe. 18Wer einen Menschen mit einem Stück Holz in der Hand, mit dem man töten kann, totschlägt, ist ein Mörder, eine Mörderin. Der Mörder oder die Mörderin erhält die Todesstrafe. 19Die Person, die dafür da ist, dem Blut des Opfers Gerechtigkeit zu verschaffen, soll den Mörder, die Mörderin hinrichten, wenn sie sie findet.
20Wenn jemand aus niederen Beweggründen wie Hass eine Person stößt oder mit Vorsatz etwas auf sie wirft, dass sie stirbt, 21oder sie mit einem Stein in der Hand erschlägt, dann soll der Täter, die Täterin die Todesstrafe erhalten, er ist ein Mörder, sie ist eine Mörderin. Die Person, die dafür da ist, dem Blut des Opfers Gerechtigkeit zu verschaffen, soll den Mörder, die Mörderin hinrichten. Wenn sie sie findet, darf sie sie töten.
22Aber im Fall eines unabsichtlichen Stoßens ohne Feindschaft oder im Fall eines Werfens mit irgendeinem Gegenstand ohne jeden Vorsatz 23oder im Fall, dass jemand einen tödlichen Stein auf jemanden fallen lässt, das aber nicht gesehen hat und diese Person weder sein Feind ist noch der Täter, die Täterin ihm nach dem Bösen getrachtet hat, 24dann soll die Gemeinschaft Recht sprechen zwischen dem Täter, der Täterin und der Person, die dafür da ist, dem Blut des Opfers Gerechtigkeit zu schaffen, und zwar auf der Basis dieser °Rechtssätze.
25Im Fall des Freispruchs soll die Gemeinschaft den Täter, die Täterin vor dem Zugriff der Person, die für die Gerechtigkeit des Opfers eintritt, schützen, indem sie ihn oder sie in eine Asylstadt schafft, in die er oder sie geflohen war. In ihr bleibt der Täter, die Täterin, bis der Hohepriester gestorben ist, also die Person, die mit dem heiligen Öl gesalbt ist.