z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Numeri. Das vierte Buch der Tora

Kapitel 23

1Da sagte Bileam zu Balak: »Baue mir hier sieben Altäre und bereite mir hier sieben Stiere und sieben Widder zu.« 2Und Balak führte es durch, wie Bileam es ihm aufgetragen hatte, und Balak opferte mit Bileam Stiere und Widder auf dem °Altar. 3Da sagte Bileam zu Balak: »Stelle dich hin zu deinem Brandopfer, ich will gehen. Vielleicht wird Gott mir gegenübertreten mit einer °Sache, die sie mich sehen lässt und die ich dir mitteilen kann.« Und er ging auf einen kahlen Hügel. 4Da begegnete Gott dem Bileam und der sagte zu ihr: »Sieben Altäre habe ich dir hergerichtet und ließ Stiere und Widder vom Altar aufsteigen.« 5Da legte Gott ein °Wort in den Mund Bileams und sagte: »Kehre zurück zu Balak und rede folgendermaßen: …« 6Und als er zu ihm zurückkehrte, siehe, da stand er bei seinem Brandopfer, er und alle Obersten Moabs. 7Da trug Bileam, was er zu sagen hatte, in folgenden Versen vor:
»Aus Aram holte mich Balak, König von Moab, fort von den Bergen des Ostens,
›Komm und verfluche mir Jakob! Komm, zürne Israel!‹
8Kann ich verfluchen, wenn °Gott nicht verflucht?
Und kann ich zürnen, wenn Gott nicht zürnt?
9Denn vom Gipfel der Felsen sehe ich es,
und von den Hügeln schaue ich es:
Siehe, das °Volk wird für sich allein wohnen,
unter die anderen °Völker wird es sich nicht rechnen.
10Wie zählt man den Staub ›Jakob‹ oder die Zahl von einem Viertel ›Israel‹ ?
°Ich möge sterben den Tod der Gerechten und mein Ende sei wie ihres!«
11Da sagte Balak zu Bileam: »Was hast du mir angetan? Ich habe dich geholt, um meinen Feind zu verfluchen. Aber dann: Du segnest ihn auch noch!« 12Er antwortete und sagte: »Ist nicht das, was Gott mir in den Mund legt, das, was ich °genau wiedergeben soll?« 13Da sagte Balak zu ihm: »Komm doch mit mir zu einem anderen Ort, von wo aus du das Volk sehen sollst. Nur seinen Zipfel sollst du sehen und nicht seine Gänze: Verfluche es mir von dort aus.«
14So nahm er ihn mit zum Späherfeld auf den Gipfel des Pisga. Er baute sieben Altäre und ließ dort Stiere und Widder auf dem Altar in Rauch aufgehen. 15Er aber sagte zu Balak: »Stell du dich auf diese Weise an dein °Brandopfer und ich will auf diese Weise kommen.« 16Und Gott begegnete dem Bileam, legte ihm sein °Wort in den Mund und sagte: »Kehre zurück zu Balak und rede so.« 17Da kam er zu ihm und tatsächlich, er stand bei seinem Brandopfer und die Obersten Moabs bei ihm. Balak sagte ihm: »Was spricht Gott18Da trug Bileam, was er zu sagen hatte, in folgenden Versen vor:
»Steh auf, Balak, und höre. Gehorche mir, des Zippors Sohn.
19°Gott ist kein Mann, der lügen würde,
kein °Mensch, dass sie ihren Gefühlen ausgeliefert wäre.
Also sagt sie etwas und tut es nicht?
Spricht sie und erfüllt ihr Wort nicht?
20Siehe, zu segnen habe ich empfangen.
Sie segnet, das kann ich nicht °wenden.
21Man kann keine Mühsal erspähen in Jakob,
kann keine Beschwernis sehen in Israel.
Gott, seine Gottheit, ist mit ihm. Königsjubel ist für ihn.
22Gott hat sie aus Ägypten geführt, sie ist ihnen das Horn des Wildstiers.
23Denn es gibt kein Orakelzeichen in Jakob,
kein Losorakel in Israel.
Rechtzeitig wird Jakob und Israel gesagt, was Gott tun wird.
24Sieh, das °Volk steht auf wie eine Löwin
und erhebt sich wie ein Leu.
Nicht wird sie schlafen, bis sie ihre Beute gefressen
und das Blut der Erschlagenen getrunken hat.«
25Da sagte Balak zu Bileam: »Wenn du schon nicht verfluchen kannst, sollst du wenigstens nicht segnen!«