z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Matthäusevangelium

Kapitel 25

6Mitten in der Nacht ertönte Geschrei: ›Da ist der Bräutigam. Geht hinaus, um ihm zu begegnen.‹ 7Da wachten diese jungen Frauen alle auf und machten ihre Fackeln zurecht. 8Die naiven sagten zu den schlauen: ›Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Fackeln verlöschen.‹ 9Die schlauen antworteten: ›Dann wird es bestimmt nicht für uns und euch reichen. Geht lieber zu den Händlern und kauft welches für euch.‹ 10Während sie weggingen, um einzukaufen, kam der Bräutigam, und die fertig vorbereiteten gingen mit ihm zur Hochzeitsfeier, und die Tür wurde geschlossen. 11Später kamen die übrigen jungen Frauen und sagten: ›°Herr, Herr, öffne uns.‹ 12Er aber sagte: ›Das sage ich euch: Ich kenne euch nicht.‹ 13Seid wach, denn ihr kennt weder Tag noch Stunde!
14Denn die Welt Gottes solltet ihr auch mit der Geschichte von einem Mann vergleichen, der im Aufbruch zu einer Reise seine °Sklaven rief und ihnen sein Vermögen zur Verwaltung übergab. 15Dem einen gab er fünf Talente, dem nächsten zwei, dem dritten eins, jedem nach seiner Tüchtigkeit. Dann reiste er ab. Sofort 16ging der mit den fünf Talenten los, machte mit ihnen Geschäfte und erwirtschaftete weitere fünf dazu. 17Ebenso erwirtschaftete der mit den zwei Talenten weitere zwei. 18Der mit dem einen Talent ging los, grub ein Loch in die Erde und versteckte das Geld seines °Besitzers. 19Nach langer Zeit kommt der Besitzer dieser Sklaven und rechnet mit ihnen ab. 20Der mit den fünf Talenten trat herzu und brachte weitere fünf mit den Worten: ›°Herr, du hast mir fünf Talente übergeben, hier sind die weiteren fünf, die ich erwirtschaftet habe.‹ 21Sein °Besitzer sprach zu ihm: ›Richtig gemacht, du guter und treuer Sklave. Du warst im Kleinen zuverlässig, ich beauftrage dich nun mit einer großen Aufgabe. Du bist eine Freude für deinen Besitzer.‹ 22Der mit den zwei Talenten trat herzu mit den Worten: ›Hier sind die weiteren zwei, die ich erwirtschaftet habe.‹ 23Sein Besitzer sprach zu ihm: ›Richtig gemacht, du guter und treuer Sklave. Du warst im Kleinen zuverlässig, ich beauftrage dich nun mit einer großen Aufgabe. Du bist eine Freude für deinen Besitzer.‹ 24Auch der mit dem einen Talent trat herzu und sprach: ›°Herr, ich wusste, dass du ein harter Mensch bist, der erntet, wo er nicht gesät hat, und einsammelt, was er nicht ausgeteilt hat. 25Ich bin aus Furcht vor dir losgegangen und habe dein Talent in der Erde versteckt. Hier hast du dein Geld zurück.‹ 26Der °Besitzer antwortete ihm: ›Du böser und fauler Sklave, du wusstest also, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und einsammle, was ich nicht ausgeteilt habe? 27Du hättest also mein Geld zur Bank bringen sollen. Dann könnte ich jetzt mein Eigentum mit Zinsen zurückbekommen. 28Nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem mit den zehn Talenten. 29Die schon etwas haben, denen wird mehr gegeben, sogar bis zum Überfluss. Die nichts haben, denen wird das Wenige, das sie haben, noch weggenommen. 30Werft diesen nutzlosen Sklaven in den finstersten Kerker. Dort wird er schreien und vor Todesangst mit den Zähnen knirschen.‹