z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Matthäusevangelium

Kapitel 22

1Und Jesus fuhr fort und sprach wieder zu ihnen in Gleichnissen: 2»Die °gerechte Welt Gottes ist mit der Wirklichkeit in der folgenden Geschichte von einem Menschenkönig zu vergleichen, der ein Hochzeitsmahl für seinen °Sohn veranstaltete. 3Und er schickte seine °Sklaven(↑684), um die Eingeladenen zum Hochzeitsmahl zu rufen, und sie wollten nicht kommen. 4Da schickte er noch einmal andere Sklaven und sagte: ›Richtet den Eingeladenen aus: Hört her! Ich habe mein Mahl vorbereitet, meine Stiere und die gemästeten Tiere sind geschlachtet, und alles ist bereit. Kommt her zum Hochzeitsfest.‹ 5Sie aber gingen weg, ohne sich beeindrucken zu lassen, einer zu seinem eigenen Ackerland, ein anderer zu seinen Geschäften. 6Die übrigen Eingeladenen überwältigten die °Sklaven des Königs, misshandelten sie und töteten sie. 7Da wurde der König zornig und schickte seine Truppen und vernichtete diese Mörder und verbrannte ihre Stadt. 8Dann sagte er zu seinen Sklaven: ›Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, doch die Eingeladenen waren es nicht wert. 9Geht zu den Stadtausgängen der Straßen und ladet alle, die ihr findet, zum Hochzeitsmahl ein.‹ 10Und diese Sklaven gingen hinaus auf die Straßen und sammelten alle ein, die sie fanden, böse und gute. Und der Hochzeitssaal war gefüllt mit Menschen, die zu Tisch lagen. 11Der König kam herein, um die zu Tisch Liegenden zu besichtigen, und sah dort einen Mann, der trug keine der Hochzeit angemessene Kleidung. 12Und er sagte zu ihm: ›Mein Lieber, wie bist du hier hereingekommen ohne festliche Kleidung?‹ Der aber blieb stumm. 13Da sagte der König zu seinen Bediensteten: ›Bindet ihm Füße und Hände zusammen und werft ihn hinaus an einen Ort, an dem absolute Finsternis herrscht. Dort wird er schreien und vor Todesangst mit den Zähnen knirschen.‹ 14Gott ruft alle Völker, und das schwächste liebt er besonders.«
15Darauf gingen die Pharisäer und Pharisäerinnen hin und fassten einen Beschluss, um ihn durch eines seiner °Worte zu fangen. 16Und sie schickten ihre °Jüngerinnen und Jünger mit Leuten des Herodes zu ihm, die ihn fragten: »Lehrer, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und in Wahrheit den Weg Gottes lehrst und dich nicht am Rang einer Person orientierst, denn du siehst die Person nicht an. 17Sage uns, was meinst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Kopfsteuer zu geben oder nicht?« 18Jesus erkannte ihre böse Absicht und sagte: »Ihr Scheinheiligen, warum wollt ihr mich auf die Probe stellen? 19Zeigt mir die Münze für die Kopfsteuer.« Sie brachten einen Denar zu ihm. 20Jesus sagt darauf: »Wessen Bild zeigt sie, und wovon spricht die Aufschrift?« 21Sie antworteten: »Vom Kaiser.« Da sagte er zu ihnen: »Gebt also dem Kaiser, was ihm gehört, und °Gott, was Gott gehört.« 22Als sie das hörten, staunten sie, verließen ihn und gingen davon.
23An diesem Tag kamen Leute aus der sadduzäischen Gruppe, die überzeugt sind, dass es keine °Auferstehung der Toten gibt. Sie befragten ihn 24und sagten: »Lehrer, Mose sagte: Wenn ein Mann kinderlos stirbt, soll sein Bruder mit seiner Witwe eine Schwagerehe eingehen und seinem Bruder Nachkommen erwecken. 25Es waren bei uns sieben Brüder. Der erste heiratete und starb, und da er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder.