z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Matthäusevangelium

Kapitel 19

1Nachdem Jesus diese Rede beendet hatte, verließ er Galiläa und ging ins Gebiet von Judäa jenseits des Jordan. 2Eine große Menschenmenge folgte ihm, und er heilte sie dort. 3Einige Pharisäer und Pharisäerinnen kamen zu ihm und stellten ihn auf die Probe: »Darf ein Mann seine Frau wegen jeder beliebigen Ursache ziehen lassen?« 4Er antwortete: »Habt ihr nicht gelesen: Am Anfang, bei der Schöpfung, hat Gott sie männlich und weiblich gemacht? 5Und Gott sagte: Deshalb wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und sich mit seiner Frau verbinden, und die zwei werden als °Gemeinschaft zusammengehören. 6Deshalb sind sie nicht mehr zwei, sondern eine Gemeinschaft. Was Gott zusammengefügt hat, sollen Menschen nicht zerreißen.« 7Sie sagen zu ihm: »Warum hat Mose dann angeordnet, der Frau einen Scheidebrief zu geben und sie gehen zu lassen?« 8Er antwortete ihnen: »Mose hat euch wegen der Härte eurer Herzen erlaubt, eure Frauen gehen zu lassen; doch von Anfang an war es nicht so. 9Ich sage euch: Wer seine Frau gehen(681) lässt, außer wegen unverantwortlicher sexueller Beziehungen, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe.« 10Seine Jüngerinnen und Jünger sagen zu ihm: »Wenn es so steht mit den Beziehungen zwischen Männern und Frauen, dann ist es überhaupt nicht gut, zu heiraten.« 11Er antwortete: »Nicht alle fassen dieses °Wort, nur die, denen es gegeben wird. 12Es gibt Eunuchen, die so aus der Mutter Leib geboren sind, es gibt andere Eunuchen, die sind von den Menschen dazu gemacht worden, und es gibt weiterhin Eunuchen, die sich selbst wegen der °Nähe Gottes dazu gemacht haben. Wer fähig ist zu verstehen, soll verstehen.«
13Danach brachten Leute Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflege und bete. Die Jüngerinnen und Jünger jedoch machten ihnen Vorwürfe. 14Doch Jesus sagte: »Lasst die Kinder in Frieden und hindert sie nicht daran, zu mir zu kommen, denn solchen gehört die °gerechte Welt Gottes.« 15Und er legte ihnen die Hände auf. Von dort zog er weiter.
16Und seht, ein Mann trat zu ihm und sagte: »Lehrer, was soll ich Gutes tun, damit ich °ewiges Leben empfange?« 17Jesus sagte: »Warum fragst du mich über das Gute? Einzig Gott ist gut. Wenn du ins Leben eingehen willst, halte die °Gebote18Der Mann sagt: »Welche?« Jesus antwortete: »Du sollst nicht töten, du sollst in Ehen nicht das Recht Gottes verletzen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsche Aussagen über andere Menschen machen, 19du sollst Mutter und °Vater ehren und deine Nächsten lieben wie dich selbst.« 20Da sagt der junge Mann zu ihm: »Alles das habe ich befolgt. Was fehlt mir noch?« 21Jesus antwortete: »Wenn du vollkommen sein willst, geh', verkaufe deinen Besitz und gib das Geld den Armen. So wirst du einen Schatz im Himmel haben, und dann komm' und folge mir nach!« 22Als der junge Mann dieses °Wort hörte, ging er traurig weg, denn er hatte großen Besitz. 23Jesus sagte zu seinen °Jüngerinnen und Jüngern: »°Wahrhaftig, ich sage euch, reiche Menschen werden schwer in die °Welt Gottes hineinkommen. 24Und ich sage es euch noch einmal: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass Reiche in die Welt Gottes hineinkommen.« 25Als die Jüngerinnen und Jünger das hörten, erschraken sie sehr und sagten: »Wer kann dann gerettet werden?«