z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Matthäusevangelium

Kapitel 17

1Nach sechs Tagen nimmt Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes mit und führt sie auf einen hohen, einsamen Berg. 2Vor ihren Augen wurde er verwandelt, sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleidung wurde weiß wie das Licht. 3Seht, da erschienen ihnen Mose und Elija, die mit Jesus redeten. 4Petrus sagte zu ihm: »°Wir vertrauen dir, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, schlage ich hier drei Zelte auf, eins für dich, eins für Mose und eins für Elija.« 5Als er noch redete, seht, da überschattete sie eine Wolke voll Licht und, seht, eine Stimme sprach aus der Wolke: »Dieses ist mein geliebtes °Kind, ihm gehört meine Zuneigung. Hört auf seine Stimme!« 6Als die °Jünger das hörten, fielen sie auf ihr Gesicht nieder und fürchteten sich sehr. 7Jesus kam zu ihnen, rührte sie an und sprach: »Steht auf und fürchtet euch nicht.« 8Als sie aufblickten, sahen sie außer Jesus allein niemanden mehr. 9Als sie von dem Berg abstiegen, trug ihnen Jesus auf: »Erzählt niemand von der Erscheinung, bis der °Mensch von den Toten °auferstanden sein wird.« 10Die °Jünger und Jüngerinnen fragten ihn: »Warum sagen die Toragelehrten: Zuerst muss Elija kommen?« 11Er antwortete: »Elija kommt und wird alles wiederherstellen. 12Ich sage euch, Elija ist schon gekommen, und die Leute haben ihn nicht erkannt, sondern ihm angetan, was sie wollten. Auch der °Mensch wird durch sie leiden müssen.« 13Da verstanden die °Jüngerinnen und Jünger, dass er zu ihnen von Johannes dem Täufer redete.
14Als sie wieder unter die Menschen kamen, trat ein Mann auf ihn zu, fiel auf die Knie 15und sagte: »°Dir vertraue ich, hab' Mitleid mit meinem °Sohn. Er leidet an Epilepsie und ist schwer krank. Wie oft fällt er ins Feuer und wie oft ins Wasser! 16Ich habe ihn zu deinen °Jüngerinnen und Jüngern gebracht, aber sie konnten ihn nicht heilen.« 17Jesus antwortete: »Diese Generation ist ohne Vertrauen und läuft in die falsche Richtung. Wie lange werde ich noch bei euch sein? Wie lange werde ich euch ertragen? Bringt den Sohn her zu mir!« 18Und Jesus bedrohte den °Dämon, so dass er das Kind verließ. Es war geheilt von dieser Stunde an. 19Die Jüngerinnen und Jünger kamen zu ihm, als er allein war, und fragten: »Warum konnten wir den Dämon nicht vertreiben?« 20Er antwortete: »Wegen eures schwachen Vertrauens. °Wahrhaftig, ich sage euch, wenn ihr auch nur °Vertrauen habt so groß wie ein Senfkorn, werdet ihr zu diesem Berg sagen: Bewege dich von hier weg nach dort, und er wird sich bewegen. Und nichts wird euch unmöglich sein.«(678)
22Während ihrer Wanderungen in Galiläa sagte Jesus: »Der °Mensch wird in die Hände der Menschen ausgeliefert werden. 23Sie werden ihn töten, und am dritten Tage wird er °aufstehen.« Und sie wurden sehr traurig.
24Als sie nach Kafarnaum kamen, kamen die Leute, die die Doppeldrachme einsammeln, zu Petrus und fragten: »Zahlt euer Lehrer diese Steuer nicht?« 25Er antwortete: »Doch!« Als er nach Hause zurückkehrte, kam Jesus ihm mit einer Frage zuvor: »Was meinst du, Simon? Von wem nehmen die Regierungen der Erde Abgaben oder Kopfsteuer, von den °Landeskindern oder den Fremden?«