z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Matthäusevangelium

Kapitel 14

1Herodes, der Tetrarch, hörte zu dieser Zeit von Jesu Ruf 2und sagte zu seinen Sklavinnen und Sklaven: »Das ist Johannes der Täufer. Er ist von den Toten °erstanden, und darum wirken Wunderkräfte in ihm.« 3Herodes hatte nämlich Johannes verhaften, fesseln und ins Gefängnis einsperren lassen wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus. 4Der Grund dafür war, dass Johannes zu ihm gesagt hatte: Eine solche Ehe ist nicht erlaubt. 5Eigentlich wollte er Johannes töten, fürchtete aber das Volk, weil sie Johannes für einen Propheten hielten. 6Am Geburtstag des Herodes tanzte Herodias' Tochter vor der Gesellschaft und gefiel dem Herodes. 7So versprach er mit einem Eid, ihr zu geben, was immer sie von ihm verlangen würde. 8Sie aber sagte, von ihrer Mutter angestiftet: »Gib mir, hier, auf einer Platte den Kopf Johannes des Täufers.« 9Da wurde dem König unbehaglich, doch wegen des Eides und wegen der anwesenden Tischgäste befahl er, ihn ihr zu geben. 10Er gab den Auftrag und ließ Johannes im Gefängnis enthaupten. 11Sein Kopf wurde auf einer Platte gebracht und dem Mädchen gegeben. Sie brachte ihn ihrer Mutter. 12Die °Jünger und Jüngerinnen des Johannes kamen dorthin und holten den Leichnam. Sie begruben ihn und gingen zu Jesus und brachten ihm die Nachricht.
13Als Jesus das vernahm, zog er sich in einem Boot von dort zurück an einen einsamen Platz, um allein zu sein. Die Volksmenge hörte davon und folgte ihm aus den Städten zu Fuß. 14Und als er ausstieg, sah er eine große Menschenmenge und hatte Mitgefühl mit ihnen. Da heilte er ihre Kranken. 15Am Abend kamen die °Jüngerinnen und Jünger hinzu. Sie sagten: »Die Gegend ist unbewohnt und die Zeit ist schon überschritten. Schick' die Leute fort, damit sie in die Dörfer gehen und für sich Essen kaufen.« 16Jesus antwortete ihnen: »Es ist nicht nötig, dass sie weggehen. Gebt ihr ihnen zu essen.« 17Sie sagten zu ihm: »Wir haben hier nur fünf Brote und zwei Fische.« 18Und er antwortete: »Bringt sie mir her.« 19Er wies die Menge an, sich auf dem Gras zum Essen zu lagern, und nahm die fünf Brote und zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Segen, brach die Brote und gab sie den °Jüngern und Jüngerinnen; °sie gaben sie dann den Menschen. 20Und alle aßen und wurden satt. °Zwölf Körbe voll Überreste von den Brotstücken sammelten sie auf. 21Es waren etwa 5.000 Männer, nicht mitgerechnet Frauen und Kinder, die gegessen hatten.
22Kurz danach forderte Jesus die °Jüngerinnen und Jünger auf, in das Boot zu steigen und ihm ans andere Ufer vorauszufahren, bis er die Volksmenge verabschiedet habe. 23Und er verabschiedete die Volksmenge und stieg auf einen Berg, um allein zu sein beim Beten. Als es Abend geworden war, war er dort ganz für sich allein. 24Das Boot war schon viele 100 Meter vom Ufer entfernt und kämpfte mit den Wellen. Der Wind war ungünstig. 25In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen. Er ging über den See.