z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Matthäusevangelium

Kapitel 13

14Bei ihnen ist die Prophezeiung Jesajas wahr geworden, die lautet: Ihr werdet hören, hören und nicht verstehen, und sehen, sehen und nicht sehen. 15Das °Herz dieses °Volkes wurde undurchlässig, ihre Ohren wurden schwerhörig, und ihre Augen haben sie verschlossen, damit sie mit ihren Augen nichts sehen und mit den Ohren nichts hören und mit dem Herzen nichts verstehen, das alles, damit sie nicht umkehren und ich sie heilen werde. 16Selig sind eure Augen, weil sie sehen, und eure Ohren, weil sie hören. 17Wahrhaftig, ich sage euch: Viele Prophetinnen und Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht, und sahen es nicht, und zu hören, was ihr hört, und hörten es nicht.
18Hört jetzt das Gleichnis vom Säen. 19Wenn Menschen das °Wort von °Gottes Nähe hören und nicht verstehen, kommt der Böse und nimmt ihnen weg, was in ihr °Herz gesät war. Das sind die an den Weg Gesäten. 20Die auf den Fels gesät sind, das sind die, die das Wort hören und es gleich mit Freude aufnehmen. 21Sie haben jedoch keine Wurzel in sich, sondern leben in den Tag hinein. Wenn eine Notzeit oder Verfolgung wegen des Wortes kommt, werden sie gleich untreu. 22Die unter die Dornen Gesäten sind die, die das Wort hören, doch die Sorgen dieser °Weltzeit und die Verführung durch Wohlstand ersticken das Wort, so dass es keine Frucht bringt. 23Die auf gute Erde Gesäten sind die, die das Wort hören und verstehen. Die tragen dann auch Frucht und bringen sie hervor, sei es hundertfach, sechzigfach oder dreißigfach.«
24Er gab ihnen ein anderes Gleichnis zum Nachdenken: »Die °Welt Gottes ist mit einer Person zu vergleichen, die guten Samen auf ihren Acker säte. 25Als die Menschen schliefen, kam aber ihr Feind oder ihre Feindin und säte Unkraut mitten in den Weizen und machte sich davon. 26Als aber die Saat wuchs und Frucht trug, da kam auch das Unkraut hervor. 27Da gingen die °Sklavinnen und Sklaven zu ihrer Herrschaft und sprachen: ›Mein °Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher kommt nun das Unkraut?‹ 28Diese aber sagte zu ihnen: ›Eine feindselige Person hat das getan.‹ Die Sklavinnen(676) und Sklaven erwiderten: ›Willst du nun, dass wir hingehen und es einsammeln?‹ 29Darauf antwortete die Herrschaft: ›Nein, damit ihr nicht beim Sammeln des Unkrauts zugleich damit auch den Weizen ausreißt. 30Lasst beides zusammen wachsen bis zur Ernte. Und zur Zeit der Ernte werde ich den Erntearbeiterinnen und -arbeitern sagen: ¹Sammelt zuerst das Unkraut und bündelt es, um es zu verbrennen, den Weizen aber bringt in meine Scheune ein.“‹«
31Ein weiteres Gleichnis gab er ihnen zum Nachdenken: »Die °Welt Gottes ist mit einem Senfkorn zu vergleichen, das ein Mann in seinen Acker säte. 32Es ist kleiner als alle Samen, wenn es jedoch ausgewachsen ist, wird es die größte aller Gartenpflanzen. Es wird zu einem Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen wohnen.«
33Er erzählte ihnen ein weiteres Gleichnis: »Die Welt Gottes ist mit Sauerteig zu vergleichen, den eine Frau nahm und in drei Sat(677) Mehl verbarg, bis das ganze Mehl durchsäuert war.« 34Dieses alles redete Jesus in Gleichnissen zur Volksmenge; und ohne Gleichnisse redete er nicht zu ihnen. 35Damit sollte erfüllt werden, was durch den Propheten gesagt wurde: Ich werde meinen Mund öffnen, um in Gleichnissen zu sprechen. Ich werde aussprechen, was von Anfang der Welt an verborgen da war.
36Nun verließ er die Menschenmenge und ging ins Haus. Seine °Jüngerinnen und Jünger kamen zu ihm und sagten: »Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut im Feld.« 37Er antwortete: »Der den guten Samen sät, ist der °kommende Mensch. 38Der Acker ist die Welt. Die guten Samen sind die °Töchter und Söhne °Gottes. Das Unkraut sind die Töchter und Söhne des Bösartigen.