z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Matthäusevangelium

Kapitel 11

1Als Jesus diese Rede der Beauftragung für die °Zwölf aus dem Kreise seiner °Jüngerschaft abgeschlossen hatte, brach er von dort auf, um in den Städten dieser Gegend zu lehren und zu verkündigen. 2Johannes hatte im Gefängnis von den Taten des °Messias gehört. Er schickte seine °Gefolgsleute 3und ließ Jesus sagen: »Bist du es, der kommen soll? Oder müssen wir auf jemand anderen warten?« 4Jesus antwortete und sagte zu ihnen: »Geht und erzählt Johannes, was ihr hört und seht: 5Blinde sehen, Gelähmte gehen umher, Leprakranke werden rein und taube Menschen können hören. Tote werden °aufgeweckt und die Armen bringen die °Freudenbotschaft. 6Glücklich ist, wer nicht meinetwegen Gott untreu wird.«
7Als sie weggingen, fing Jesus an, zur Volksmenge über Johannes zu sprechen: »Was wolltet ihr euch in der Wüste ansehen, als ihr hinausgewandert seid? Ein Schilfrohr, das im Wind hin und her schwankt? 8Also, was wolltet ihr sehen, als ihr hinausgewandert seid? Einen Menschen in Luxuskleidung? Seht, die Leute, die Luxuskleidung tragen, wohnen in den Königspalästen. 9Also, was wolltet ihr sehen, als ihr hinausgewandert seid? Einen Propheten? Ja, ich sage euch: sogar mehr als einen Propheten. 10Dieser ist es, über den geschrieben steht: Seht, ich sende meinen °Boten dir voraus, der deinen Weg für dich ebnen wird. 11°Wahrhaftig, ich sage euch, unter den von Frauen Geborenen ist niemand Größeres °aufgestanden als Johannes der Täufer. Doch die Kleinsten in °Gottes Welt sind größer als er. 12Von den Tagen Johannes des Täufers bis jetzt wird Gottes Welt von Gewalt verletzt und Gewalttätige reißen sie an sich. 13Alle prophetischen Schriften und die °Tora haben das Kommen Johannes' prophezeit. 14Und, wenn ihr es annehmen wollt, er ist Elija, der kommen soll. 15Wer Ohren hat, höre! 16Wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie gleicht Kindern, die auf den Marktplätzen sitzen und anderen Kindern zurufen. 17Sie rufen: Wir haben für euch geflötet, und ihr habt nicht getanzt, wir haben Klagegesänge gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen. 18Johannes kam und aß nicht und trank nicht, und die Leute sagten: ›Er ist von einem °Dämon besessen.‹ 19Als der °Mensch kam und aß und trank, da sagten sie: ›Seht, was für ein Liebhaber von Speis' und Trank, ein Freund von Leuten, die betrügerisch Abgaben eintreiben und die Tora °übertreten.‹ Doch die Weisheit ist durch ihre Werke gerechtfertigt.«
20Dann fing Jesus an, den Städten, in denen die meisten seiner machtvollen Taten geschehen waren, Vorwürfe zu machen, weil sie sich nicht °zu Gott hingewendet hatten: 21»Wehe dir Chorazin, wehe dir Betsaida, wenn in Tyrus und Sidon die Wundertaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, hätten sie sich schon lange in Sack und Asche zu Gott hingewendet. 22Doch ich sage euch: Tyrus und Sidon wird es am Tage des Gerichtes erträglicher ergehen als euch. 23Und du, Kafarnaum, meinst du etwa, du würdest zum Himmel erhoben? Bis zur Unterwelt wirst du hinabgestoßen werden. Denn wenn in Sodom die Wundertaten geschehen wären, die bei dir geschehen sind, stände die Stadt noch heute. 24Doch ich sage euch, Sodom wird es am Tag des Gerichtes erträglicher ergehen als dir.«
25Es war zu dieser Zeit, dass Jesus Gott antwortete und bekannte: »Ich singe dir Loblieder, °Gott, Vater und Mutter für mich und °mächtig im Himmel und auf der Erde! Ich singe davon, dass du das vor den Weisen und Gebildeten verborgen und es für die einfachen Menschen aufgedeckt hast.