z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 8

10Gleich darauf stieg er mit seinen °Jüngerinnen und Jüngern ins Schiff und fuhr in die Gegend des Ortes Dalmanuta. 11Da kamen pharisäische Frauen und Männer heraus und begannen mit ihm zu diskutieren. Sie forderten nämlich von ihm ein Zeichen vom Himmel, um ihn auf die Probe zu stellen. 12Da seufzte er °innerlich auf und sagte: »Was fordern diese Mitmenschen ein Zeichen? °Ja, ich sage euch: Es wird diesen Mitmenschen kein Zeichen gegeben werden.« 13Und er ließ sie stehen, stieg wieder in das Schiff und fuhr ans andere Ufer.
14Sie vergaßen, Brot mitzunehmen. Nur ein einziges hatten sie bei sich im Schiff. 15Er gab ihnen die Anweisung: »Seht zu, nehmt euch in Acht vor dem Sauerteig der pharisäischen Menschen und vor dem Sauerteig des Herodes!« 16Und sie tauschten sich untereinander aus: »Das sagt er, weil wir nicht genug Brot haben.« 17Das erkennend, sagte er zu ihnen: »Was redet ihr miteinander: ›weil wir nicht genug Brot haben‹ ? Begreift und versteht ihr immer noch nicht? Habt ihr euer °Herz zu Stein werden lassen? 18Augen habt ihr und seht nichts? Ohren habt ihr und hört nichts? Erinnert ihr euch nicht? 19Als ich die fünf Brote für die 5.000 Leute brach, wie viele Körbe voller Brotreste habt ihr aufgehoben?« Sie antworteten ihm: »°Zwölf«. 20»Als ich die sieben Brote für die 4.000 Leute brach, wie viele Körbe voller Brotreste habt ihr da aufgehoben?« Sie antworteten ihm: »Sieben«. 21Da sagte er zu ihnen: »Begreift ihr immer noch nicht?«
22Sie kamen in den Ort Betsaida. Sie brachten einen Blinden zu Jesus und baten ihn, dass er ihn berühre. 23Da nahm er die Hand des Blinden, führte ihn aus dem Dorf heraus und spuckte in seine Augen, legte ihm die Hände auf und fragte ihn: »Siehst du etwas?« 24Er sah auf und sagte: »Ich sehe die Menschen; sie sehen aus wie Bäume, die umhergehen.« 25Da legte Jesus die Hände noch einmal auf seine Augen. Jetzt konnte er richtig sehen und war geheilt. Schon von weitem sah er alles deutlich. 26Jesus schickte ihn mit den Worten nach Hause: »Geh ja nicht ins Dorf hinein.« 27Danach verließen Jesus, seine °Jüngerinnen und Jünger die Gegend.
Sie kamen in die Dörfer in der Umgebung von Cäsarea Philippi. Auf dem Weg fragte er seine Jüngerinnen und Jünger: »Für wen halten mich die Leute?« 28Sie antworteten ihm: »Für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für einen aus der Reihe der Prophetinnen und Propheten.« 29Er fragte sie: »Und ihr, für wen haltet ihr mich?« Petrus antwortete ihm: »Du bist der °Messias, der Gesalbte Gottes.« 30Da gab er ihnen die strenge Anweisung, mit niemandem über ihn zu sprechen.
31Jesus begann, sie zu lehren: »Der °Mensch muss viel leiden, muss von Ältesten, Hohenpriestern und Toragelehrten verworfen werden. Er muss getötet werden und nach drei Tagen °auferstehen32Ganz offen sprach er diese Vorahnung aus. Da nahm ihn Petrus beiseite und beschimpfte ihn. 33Jesus aber drehte sich um, blickte auf seine °Jüngerinnen und Jünger und herrschte Petrus an: »Weiche von mir, °Satan, denn du willst nicht, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.«
34Er rief das Volk mit seinen °Jüngerinnen und Jüngern zu sich und sagte zu ihnen: »Die mir nachfolgen wollen, müssen ihre eigenen Interessen aufgeben, ihr Kreuz auf sich nehmen und mir nachfolgen.