z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 6

26Obwohl der König sehr traurig wurde, wollte er sie wegen des geschworenen Eides und der mit ihm zu Tisch Liegenden nicht abweisen. 27Sofort schickte der König einen Soldaten der Leibgarde und ordnete an, seinen Kopf zu bringen. Der ging weg und enthauptete ihn im Gefängnis. 28Er brachte seinen Kopf auf einer Platte und gab ihn der jungen Frau, und die junge Frau gab ihn ihrer Mutter. 29Als die °Jüngerinnen und Jünger des Johannes das hörten, kamen sie und hoben seinen Leichnam auf und legten ihn in ein Grab.
30Die Gesandten versammelten sich um Jesus und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. 31Da sagte er zu ihnen: »Kommt allein an einen einsamen Ort, ruht euch ein wenig aus.« Denn es herrschte ein so reges Kommen und Gehen, dass sie nicht einmal Zeit zum Essen fanden.
32Für sich allein fuhren sie in einem Boot an einen einsamen Ort. 33Die Menge sah, dass sie wegfuhren, und viele erfuhren davon und liefen dort aus allen Städten zu Fuß zusammen und kamen ihnen zuvor. 34Als er ausstieg, sah Jesus eine große Menschenmenge, und das ging ihm nahe, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten und keine Hirtin haben. Da begann er, sie vieles zu lehren.
35Als es schon spät war, traten seine °Jüngerinnen und Jünger zu ihm und sagten: »Die Gegend ist einsam, und es ist schon spät. 36Schicke sie fort, damit sie zu den umliegenden Bauernhöfen und Dörfern gehen und sich etwas zu essen kaufen.« 37Aber Jesus antwortete ihnen: »Gebt ihr ihnen zu essen.« Da sagten sie zu ihm: »Sollen wir weggehen, für 200 Denare Brot kaufen und ihnen zu essen geben?« 38Da antwortete er ihnen: »Wie viele Brote habt ihr? Geht und seht nach!« Als sie es herausgefunden hatten, sagten sie: »Fünf Brote und zwei Fische haben wir.« 39Da befahl er ihnen, alle sollten sich niederlegen, in Tischgemeinschaften mitten auf der grünen Wiese. 40Sie lagerten sich in Gruppen zu 100 und zu 50. 41Da nahm Jesus die fünf Brote und die zwei Fische, schaute zum Himmel empor, sprach den Brotsegen, brach die Brote auseinander und gab sie seinen °Jüngerinnen und Jüngern, damit sie austeilen sollten. Die zwei Fische teilte er unter ihnen allen auf. 42Alle aßen und wurden satt. 43Es blieb sogar noch etwas übrig: zwölf Körbe voller Brotstücke und einiges von den Fischen. 44Dabei betrug die Anzahl der Essenden 5.000 Leute.
45Sogleich nötigte er seine °Jüngerinnen und Jünger, in das Schiff zu steigen und ans andere Ufer nach Betsaida vorauszufahren, während er das Volk noch verabschiedete. 46Nachdem er von ihnen Abschied genommen hatte, stieg er auf den Berg, um zu beten. 47Als es Abend geworden war, befand sich das Schiff mitten auf dem See, und er war allein an Land. 48Und als er sah, wie sie sich beim Rudern abquälten – sie hatten nämlich starken Gegenwind –, kam er gegen 3 Uhr morgens auf dem See laufend zu ihnen. Und er wollte an ihnen vorübergehen. 49Aber als sie ihn auf dem See gehen sahen, meinten sie, es sei ein Gespenst, und schrien auf. 50Denn sie hatten ihn alle gesehen und gerieten in helle Aufregung. Doch er sprach sie sofort an und sagte ihnen: »Nur Mut, ich bin es! Fürchtet euch nicht!«