z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 6

1Er ging von dort weg und kam in seine Heimatstadt, und seine °Jüngerinnen und Jünger folgten ihm nach. 2An einem Sabbat begann er, in der °Synagoge zu lehren. Und viele, die ihn hörten, waren überwältigt und sagten: »Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben wurde? Geschehen durch seine Hände derart machtvolle Taten? 3Ist das nicht der Zimmermann, der °Sohn der Maria und Bruder des Jakobus und Joses, des Judas und Simon? Und leben nicht seine Schwestern hier bei uns?« Seinetwegen kamen sie vom Weg der Gerechtigkeit ab. 4Jesus sagte zu ihnen: »Kein Prophet und keine Prophetin werden in ihrer Heimatstadt, bei den eigenen Verwandten und im eigenen Haus geachtet.« 5Und Jesus konnte dort keine machtvolle Tat vollbringen. Nur einige wenige Kranke heilte er, indem er ihnen die Hände auflegte. 6Er war zutiefst verstört über ihren Unglauben. Dann durchstreifte er die umliegenden Dörfer und lehrte(688).
7Da rief er die °Zwölf zu sich und machte sich daran, sie jeweils zu zweit auszusenden. Er gab ihnen Vollmacht über die unreinen °Geister 8und wies sie an, für den Weg nichts mitzunehmen außer einem Wanderstab – kein Brot, keinen Sack für Vorräte, kein Münzgeld im Gürtel. 9»Zieht Sandalen an und tragt keine zwei Unterkleider übereinander.« 10Weiter sagte er zu ihnen: »Wo ihr einmal in ein Haus eingekehrt seid, da bleibt, bis ihr von dort weiter wandert. 11Wenn eine Ortschaft euch nicht aufnimmt und die Leute nicht auf euch hören, so verlasst diesen Ort und schüttelt den Staub unübersehbar von euren Füßen ab.« 12Da gingen sie fort und verkündigten: »°Hört auf, ungerecht zu handeln, und kehrt um zum Leben!« 13Und sie vertrieben viele °Dämonen, salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.
14Als Jesu Name bekannt geworden war, hörte König Herodes(689), wie sie sagten: »Johannes der Täufer ist von den Toten °auferweckt worden und darum wirken die Wunderkräfte in ihm.« 15Andere sagten: »Er ist Elija.« Wieder andere sagten: »Er ist einer aus der Reihe der Prophetinnen und Propheten.« 16Als Herodes das hörte, sagte er: »Johannes, den ich habe enthaupten lassen, ist auferweckt worden.«
17Denn Herodes hatte selbst ausgesandt und ließ Johannes gefangen nehmen und ihn im Gefängnis fesseln wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, weil er sie geheiratet hatte. 18Johannes hatte nämlich zu Herodes gesagt: »Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben.« 19Aber Herodias hatte es auf ihn abgesehen und wollte ihn töten lassen und konnte es nicht. 20Denn Herodes fürchtete den Johannes, weil er wusste, dass er ein °gerechter und °heiliger Mann war, und beschützte ihn. Wenn er ihn hörte, geriet er sehr in Zweifel. Dabei hörte er ihn gern. 21Als der günstige Tag gekommen war, dass Herodes an seinem Geburtstag ein Festmahl gab für seine politischen Machthaber und die Kommandanten seines Heeres und die Ersten von Galiläa, 22und als die Tochter jener Herodias hereinkam und tanzte, gefiel sie dem Herodes und denen, die mit ihm zu Tisch lagen. Der König sagte zu der jungen Frau: »Bitte mich, um was du willst, und ich werde es dir geben.« 23Und er schwor ihr: »Alles, worum du mich bittest, werde ich dir geben bis zur Hälfte meines °Königreichs24Und als sie herausging, sprach sie zu ihrer Mutter: »Um was soll ich bitten?« Die antwortete: »Um den Kopf Johannes des °Täufers25Und als sie hereinkam, bat sie unverzüglich und eilig den König: »Ich will, dass du mir sogleich auf einer Platte den Kopf Johannes des Täufers geben lässt.«