z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 5

18Als er ins Schiff stieg, bat ihn der ehemals Besessene, bei ihm bleiben zu dürfen. 19Doch Jesus erlaubte es ihm nicht, sondern sagte zu ihm: »Geh nach Hause zu den Deinen und verkündige ihnen, was Gott dir Großes getan hat und wie sie sich deiner erbarmt hat.« 20Da ging er fort und begann in den zehn Städten, der Dekapolis, zu verkündigen, was Jesus ihm Großes getan hatte, und alle wunderten sich.
21Als Jesus mit dem Boot ans andere Ufer übersetzte, versammelte sich wieder eine große Menschenmenge um ihn, und er blieb dicht am See stehen. 22Da kam Jaïrus, vom Vorstand der Synagoge, sah ihn und fiel vor seinen Füßen nieder. 23Jaïrus bat ihn eindringlich: »Meine Tochter liegt im Sterben. Komm doch und lege die Hände auf sie, damit sie gesund wird und lebt.« 24Da ging Jesus mit ihm.
Eine große Menschenmenge folgte Jesus nach und drängte sich um ihn. 25Da gab es eine Frau, die seit zwölf Jahren an Blutungen litt 26und von vielen Ärzten vieles erlitten hatte. Sie hatte ihr ganzes Hab und Gut eingesetzt und ihr war doch nicht geholfen worden. Stattdessen wurde ihre Krankheit immer schlimmer. 27Die hörte von Jesus, näherte sich in der Menschenmenge und berührte von hinten sein Gewand. 28Denn sie sagte sich: »Wenn ich ihn berühre, und sei es nur sein Gewand, werde ich gesund werden.« 29Im gleichen Augenblick hörte ihr Blut auf zu fließen, und sie spürte an ihrem °Körper, dass sie von ihrem Leiden befreit war. 30Gleichzeitig fühlte auch Jesus an sich, wie die Kraft aus ihm herausfloss, drehte sich in der Menschenmenge um und fragte: »Wer hat mich am Gewand berührt?« 31Da sagten seine °Jüngerinnen und Jünger zu ihm: »Du siehst doch, wie die Menschenmenge sich um dich drängt, und du fragst: Wer hat mich berührt?« 32Jesus blickte sich weiter nach der um, die dies getan hatte. 33Die Frau fürchtete sich und bebte, denn sie hatte begriffen, was mit ihr geschehen war. Sie trat vor, warf sich vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. 34Da antwortete er ihr: »Tochter Gottes, dein °Vertrauen hat dich gesund gemacht. Gehe hin in °Frieden, und sei dauerhaft von deinem Leiden geheilt.«
35Als er noch redete, kamen ihnen Bedienstete aus dem Haus des Synagogenvorstehers entgegen und riefen: »Deine Tochter ist gestorben. Was behelligst du den Lehrer noch?« 36Jesus hörte das Gesagte und sprach zu Jaïrus: »Fürchte dich nicht, °hab nur Vertrauen!« 37Und niemand durfte ihm folgen außer Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes. 38Als sie ins Haus des Synagogenvorstehers kamen, hörte Jesus lauten Tumult und wie Leute heftig weinten und klagten. 39Da ging er hinein und sagte zu ihnen: »Warum macht ihr solchen Lärm und weint? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur.« 40Da lachten sie Jesus aus. Er aber warf alle hinaus, nahm den Vater und die Mutter des Kindes und die bei ihm waren und trat ins Zimmer, wo das Mädchen lag. 41Jesus ergriff die Hand des Mädchens und sagte zu ihr: »Talitha kumi!«, das heißt übersetzt: »Junge Frau, ich sage dir, °steh auf von deiner Krankheit!« 42Die junge Frau – sie war nämlich schon zwölf Jahre alt – stand sogleich auf und ging umher. Die Menschen gerieten völlig außer sich vor Begeisterung und Entsetzen.