z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 4

26Jesus sprach: »Die °Gottesherrschaft ist so, wie wenn eine Person Samen auf die Erde streut, 27nachts schläft und tagsüber aufsteht, und der Same geht auf und wächst – die Person weiß nicht wie. 28Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen grünen Halm, dann eine Ähre, dann eine Ähre voller Korn. 29Sobald die Frucht ausgereift ist, legt, wer gesät hat, die Sichel an, denn die Ernte ist reif.«
30Er sagte: »Womit sollen wir die °Gottesherrschaft vergleichen? Oder in welchem Gleichnis sollen wir sie darstellen? 31Mit einem Senfkorn, das, wenn es auf die Erde gesät wird, kleiner ist als alle anderen Samen der Erde. 32Und wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle anderen essbaren Pflanzen und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels wohnen können.« 33In vielen solchen Gleichnissen sagte er ihnen das °Wort, so wie sie es verstehen konnten. 34Ohne Gleichnis redete er nicht mit ihnen. Wenn sie aber allein waren, erklärte er seinen °Jüngerinnen und Jüngern alles.
35Am Abend jenes Tages sagte er zu ihnen: »Lasst uns ans andere Ufer fahren.« 36Sie schickten die Volksmenge weg und nahmen ihn so, wie er war, im Boot mit. Weitere Schiffe begleiteten das Boot. 37Da kam ein heftiger Sturmwind auf, und die Wellen schlugen ins Boot, so dass es voll Wasser lief. 38Jesus lag im Heck und schlief auf einem Kissen. Sie weckten ihn und riefen: »Lehrer, machst du dir keine Sorgen, dass wir dabei sind unterzugehen?« 39Der °Aufgeweckte drohte dem Wind und sagte zum See: »Schweig! Sei still!« Da legte sich der Wind, und es wurde völlig still. 40Er fragte sie: »Was fürchtet ihr euch? Habt ihr noch kein °Vertrauen41Nun ergriff sie große °Ehrfurcht, und sie sprachen zueinander: »Wer ist das, dass selbst Wind und See ihm gehorchen?«