z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 4

16Die in dünnen felsigen Boden Gesäten, das sind die, die das Wort hören und es umgehend und freudig aufnehmen. 17Aber sie entwickeln keine langen Wurzeln, sondern sind Kinder des Augenblicks. Wenn sie dann wegen des Wortes in Bedrängnis und Verfolgung geraten, verlassen sie sofort den Weg der Gerechtigkeit. 18Die dritte Gruppe, das sind die unter die Dornenpflanzen Gesäten. Die hören das Wort, 19sobald aber die °Alltagssorgen, die Verführung des Reichtums und andere Begierden auftauchen, engen sie das Wort ein und ersticken es, so dass es keine Frucht trägt. 20Und die vierte Gruppe, das sind die, die in gute Erde gesät wurden. Die hören das Wort, nehmen es auf und tragen dreißig-, sechzig-, hundertfache Frucht.«
21Er sprach zu ihnen: »Wird die Lampe denn gebracht, um einen Krug über sie zu stülpen oder sie unter das Bett zu stellen? Geht es nicht vielmehr darum, dass sie auf den Leuchter gestellt wird? 22Denn nichts ist verborgen, außer damit es ans Licht kommt. Nichts geschieht im Verborgenen, außer damit es ans Licht kommt. 23Die Ohren haben zu hören, sollen genau hinhören!« 24Weiter sagte er zu ihnen: »Schenkt dem, was ihr hört, eure Aufmerksamkeit! Wie ihr andere beurteilt, so werdet ihr beurteilt werden. Und noch mehr werdet ihr bekommen. 25Denn die, die haben, denen wird gegeben werden. Und die nichts haben, denen wird sogar das wenige genommen werden, was sie haben.«
26Jesus sprach: »Die °Gottesherrschaft ist so, wie wenn eine Person Samen auf die Erde streut, 27nachts schläft und tagsüber aufsteht, und der Same geht auf und wächst – die Person weiß nicht wie. 28Von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst einen grünen Halm, dann eine Ähre, dann eine Ähre voller Korn. 29Sobald die Frucht ausgereift ist, legt, wer gesät hat, die Sichel an, denn die Ernte ist reif.«
30Er sagte: »Womit sollen wir die °Gottesherrschaft vergleichen? Oder in welchem Gleichnis sollen wir sie darstellen? 31Mit einem Senfkorn, das, wenn es auf die Erde gesät wird, kleiner ist als alle anderen Samen der Erde. 32Und wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle anderen essbaren Pflanzen und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels wohnen können.« 33In vielen solchen Gleichnissen sagte er ihnen das °Wort, so wie sie es verstehen konnten. 34Ohne Gleichnis redete er nicht mit ihnen. Wenn sie aber allein waren, erklärte er seinen °Jüngerinnen und Jüngern alles.
35Am Abend jenes Tages sagte er zu ihnen: »Lasst uns ans andere Ufer fahren.« 36Sie schickten die Volksmenge weg und nahmen ihn so, wie er war, im Boot mit. Weitere Schiffe begleiteten das Boot. 37Da kam ein heftiger Sturmwind auf, und die Wellen schlugen ins Boot, so dass es voll Wasser lief. 38Jesus lag im Heck und schlief auf einem Kissen. Sie weckten ihn und riefen: »Lehrer, machst du dir keine Sorgen, dass wir dabei sind unterzugehen?« 39Der °Aufgeweckte drohte dem Wind und sagte zum See: »Schweig! Sei still!« Da legte sich der Wind, und es wurde völlig still. 40Er fragte sie: »Was fürchtet ihr euch? Habt ihr noch kein °Vertrauen