z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 14

33Petrus, Jakobus und Johannes nahm er mit. Zittern, Zagen und große Furcht erfassten ihn. 34Da sagte er zu ihnen: »Tief in °mir bin ich traurig, todtraurig. Bleibt hier und wacht.« 35Er ging ein wenig weiter, warf sich auf die Erde und betete, dass die Stunde, wenn möglich, an ihm vorüberginge. 36Er sagte: »°Gott, Ursprung, von dem ich herkomme, dir ist alles möglich. Lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Doch es geschehe nicht, was ich will, sondern was du willst.« 37Er ging zurück, fand sie schlafend und sagte zu Petrus: »Simon, schläfst du etwa? Hast du nicht die Kraft, auch nur eine Stunde zu wachen? 38Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Euer Wollen ist stark, euer °Körper mit seinen Grenzen aber macht euch schwach.« 39Wieder entfernte er sich und betete dieselben °Worte noch einmal. 40Zum wiederholten Mal kehrte er zurück und fand sie schlafend, denn die Augen waren ihnen vor Müdigkeit zugefallen. Und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten. 41Später kam er zum dritten Mal und sagte zu ihnen: »Schlaft noch ein wenig, entspannt euch. Denn bald ist es so weit. Die Stunde ist gekommen, siehe, der °Mensch wird übergeben in die Hände °derer, die unrecht handeln. 42Steht auf, lasst uns gehen. Der mich ausliefert, ist nahe.«
43Noch während er dies sagte, trat Judas, einer der °Zwölf, hinzu und mit ihm eine Menschenmenge mit Schwertern und Holzknüppeln, die von den Hohenpriestern, einigen Toragelehrten und Ältesten geschickt worden waren. 44Der ihn ausliefern wollte, hatte mit ihnen als Zeichen verabredet: »Es ist der, den ich küssen werde. Ergreift ihn und führt ihn gut gesichert ab.« 45So ging Judas auf ihn zu, begrüßte ihn mit der Anrede »Rabbi« und küsste ihn. 46Da packten sie ihn mit ihren Händen und nahmen ihn fest. 47Einer der Dabeistehenden zog das Schwert und schlug einem °Sklaven des Hohenpriesters das Ohr ab. 48Da ergriff Jesus das Wort: »Wie gegen einen Straßenräuber seid ihr mit Schwertern und Holzknüppeln hergekommen, um mich festzunehmen. 49Jeden Tag war ich bei euch im Tempel und habe dort gelehrt. Dort habt ihr mich nicht gefangen genommen. Damit sollen doch die Schriften erfüllt werden.« 50Da ließen ihn alle im Stich und flohen. 51Ein Jüngling war ihm auch nachgefolgt, der sich nur ein Hemd über den nackten Körper geworfen hatte. Den wollten sie festnehmen, 52doch er ließ sich das Hemd herunterreißen und floh nackt.
53Sie führten Jesus weg zum Hohenpriester. Alle versammelten sich, Hohepriester, Älteste und Toragelehrte. 54Petrus aber folgte ihm in großem Abstand bis in den Hof des hohenpriesterlichen Palastes hinein. Dort saß er bei den Dienerinnen und Dienern und wärmte sich am Feuer.
55Die Hohenpriester aber und das ganze Synhedrium suchten Zeugenaussagen gegen Jesus, um ihn mit dem Ziel eines Todesurteils anzuklagen. Doch sie fanden nichts. 56Zwar sagten viele falsch gegen ihn aus, doch die Aussagen stimmten nicht überein. 57Etliche, die °aufstanden und falsche Zeugenaussagen gegen ihn ablegten, sagten: