z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 14

1In zwei Tagen begann aber das Pessachfest und das Fest der ungesäuerten Brote. Die Hohenpriester und Toragelehrten suchten Wege, wie sie ihn mit List festnehmen und töten lassen könnten. 2Denn sie sagten: »Nicht beim Fest, sonst gibt es im °Volk Aufruhr.«
3Als Jesus sich in Betanien im Haus Simons des Aussätzigen aufhielt und zu Tisch lag, da kam eine Frau, die ein Salbgefäß mit reinem und kostbarem Öl zum Salben bei sich hatte. Sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt. 4Da waren einige verärgert und sagten zueinander: »Was soll diese Vergeudung des Salböls(696)? 5Dieses Öl hätten wir für mehr als 300 Denare verkaufen und das Geld den Bettelarmen geben können.« Und sie herrschten die Frau an. 6Aber Jesus erwiderte: »Lasst sie in Frieden! Warum quält ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. 7Die Bettelarmen habt ihr immer bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht für immer bei euch. 8Sie hat getan, was sie konnte. Sie hat meinen °Leib im Voraus für mein Begräbnis gesalbt. 9Ja, ich sage euch: Überall auf der Erde, wo das °Evangelium verkündet wird, da werden Menschen auch davon erzählen, was diese Frau heute getan hat – um an sie zu erinnern, werden Frauen, Männer und Kinder davon sprechen.«
10Judas Iskariot, einer der °Zwölf, ging zu den Hohenpriestern hin, um ihnen Jesus auszuliefern. 11Die freuten sich, als sie das hörten, und versprachen ihm Geld dafür. Nun suchte Judas eine gute Gelegenheit, um Jesus auszuliefern.
12Am ersten Tag des Festes der ungesäuerten Brote, an dem das Pessachlamm geschlachtet wurde, fragten seine °Jüngerinnen und Jünger Jesus: »Sage uns: Wohin sollen wir gehen und Vorbereitungen treffen, damit du das Pessachmahl essen kannst?« 13Da schickte er zwei °von ihnen mit den Worten los: »Geht in die Stadt Jerusalem. Da wird euch eine Person begegnen, die trägt einen Krug mit Wasser. Folgt ihr, 14und wo sie hineingeht, da sagt zur Besitzerin oder zum Besitzer des Hauses: ›Der Lehrer fragt: Wo ist meine Unterkunft, in der ich mit meinen °Jüngerinnen und Jüngern das Pessachmahl essen und feiern kann?‹ 15Dann wird euch ein großes Zimmer im Obergeschoss gezeigt, das mit Kissen ausgelegt und vorbereitet ist. Dort sollt ihr für uns die Vorbereitungen treffen.« 16Die °Jüngerinnen und Jünger gingen los, kamen in die Stadt und fanden alles so vor, wie Jesus es beschrieben hatte. Da begannen sie, das Festessen vorzubereiten. 17Als es Abend geworden war, gesellte er sich mit den °Zwölf(697) zu den Jüngerinnen und Jüngern hinzu, die das Pessachmahl vorbereitet hatten. 18Während sie zu Tisch lagen und aßen, sagte Jesus: »Ja, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern – einer, der jetzt mit mir isst.« 19Da wurden sie sehr traurig und fragten nacheinander: »Das werde doch nicht etwa ich tun?« 20Aber Jesus sagte nur: »Einer, der mit mir das Brot in die Schüssel taucht, einer, der zu den °Zwölf gehört. 21Der °Mensch wird fortgehen, wie es geschrieben steht. Aber wehe jenem, der ihn ausliefert! Für diesen Menschen wäre es besser, er wäre nie geboren worden.«
22Als sie aßen, nahm Jesus ein Brot, sprach den Brotsegen und brach es, gab es ihnen und sagte: »Nehmt, dies ist mein °Leib23Dann nahm er einen Becher, sprach den Segen über ihm, gab ihn an sie weiter, und sie tranken alle daraus. 24Jesus sprach weiter: »Das ist mein Blut des °Bundes, das für alle vergossen wird. 25Ja, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich sie in der °Welt Gottes neu trinken werde.«