z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 13

1Als er den Tempel verließ, sagte eine von denen, °die ihm nachfolgten: »Lehrer, sieh! Was für Steine und was für Gebäude.« 2Jesus entgegnete: »Siehst du diese großen Gebäude? Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht niedergerissen wird.« 3Als er auf dem Ölberg gegenüber vom Tempel saß, fragten ihn Petrus, Jakobus, Johannes und Andreas abseits von den anderen: 4»Sag uns, wann wird das sein? Und was wird das Zeichen sein, wann dies alles vollendet wird?« 5Jesus begann: »Seht zu, dass keine und keiner euch in die Irre führt! 6Viele werden in meinem Namen auftreten, indem sie sagen: ›Ich bin es‹, und sie werden viele irreführen. 7Wenn ihr von Kriegen und Kriegsgerüchten hört, so erschreckt nicht. Das muss so kommen, aber es ist noch nicht das Ende. 8Denn °Volk wird sich gegen Volk erheben und Staat gegen Staat. Die Erde wird in verschiedenen Gegenden beben, und Hungersnöte werden ausbrechen. Dies ist erst der Anfang der Geburtswehen. 9Ihr aber, gebt auf euch selbst Acht. Sie werden euch den Gerichten übergeben, in °Synagogen werdet ihr geschlagen werden, vor Statthalter, Königinnen und Könige werdet ihr wegen mir hingestellt werden, um vor ihnen Zeugnis abzulegen. 10Unter allen °Völkern muss zuerst die °frohe Botschaft verkündigt werden. 11Wenn sie euch das antun und euch ausliefern, so sorgt euch nicht vorher, was ihr reden werdet, sondern was euch in jener Stunde gegeben wird, das sagt. Denn nicht ihr seid es, die reden, sondern die heilige °Geistkraft. 12Geschwister werden einander dem Tod ausliefern und °Eltern ihre Kinder. Kinder werden sich gegen Eltern erheben und sie dem Tod überlassen. 13Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. Die aber bis zum Ende standhalten, die werden heil werden.
14Wenn ihr aber das Scheusal der Verwüstung sehen werdet, sich erhebend, wo es nicht sein dürfte – wer dies liest, soll es begreifen –, dann sollen die Leute aus Judäa in die Berge fliehen. 15Wer gerade auf dem Dach ist, soll nicht herabsteigen und hineingehen, um etwas aus dem eigenen Haus mitzunehmen, 16und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren, um die eigenen Kleider zu holen. 17Wehe den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind, und denen, die in dieser Zeit stillen! 18Betet, dass dies alles nicht im Winter geschieht. 19Denn jene Tage werden eine Qual sein, wie es seit Anfang der Schöpfung, die Gott schuf, bis heute keine gegeben hat und auch keine mehr geben wird. 20Wenn Gott diese Tage nicht verkürzt hätte, so würde keinem °lebendigen Wesen geholfen werden. Doch um der Erwählten willen, die Gott berufen hat, hat Gott die Tage verkürzt. 21Wenn euch dann Leute sagen: ›Hier ist der °Messias, nein, dort ist er‹ – so glaubt es nicht. 22Pseudomessiasse und Pseudopropheten werden auftreten, werden Zeichenhandlungen und Wunder tun, um die Erwählten womöglich irrezuführen. 23Ihr aber seht euch vor: Euch habe ich alles vorhergesagt.
24In den Tagen nach jener Qual wird sich die Sonne verfinstern und der Mond nicht mehr scheinen, 25und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte im Himmel werden erschüttert werden.