z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 11

1Als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage und Betanien am Ölberg, schickte er zwei seiner °Jüngerinnen und Jünger 2mit folgenden Worten los: »Geht in das Dorf vor euch und gleich, wenn ihr hineinkommt, werdet ihr einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch kein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los und führt ihn her. 3Falls euch jemand fragt: ›Was tut ihr da?‹, dann antwortet: ›Der °Lehrer braucht ihn und schickt ihn gleich wieder hierher zurück‹.« 4Da gingen sie, fanden einen jungen Esel an einer Tür außen auf der Straßenseite angebunden und banden ihn los. 5Einige der dort Stehenden sprachen sie an: »Was bindet ihr dieses Jungtier los?« 6Sie antworteten, wie Jesus geraten hatte, und sie ließen sie gehen. 7Sie führten den jungen Esel zu Jesus, legten ihre Obergewänder darauf, und er setzte sich auf ihn. 8Viele breiteten ihre Obergewänder auf dem Weg aus, andere Laubbüschel, die sie auf den Feldern abgeschnitten hatten. 9Die Vorangehenden und die Nachfolgenden riefen laut: »Hilf doch!(↑683) Gesegnet sei, wer im Namen Gottes hereinkommt! 10Gesegnet sei das kommende °Reich unseres °Vorfahren David! Hilf doch, Du in der Höhe!« 11Er ging hinein nach Jerusalem, in den Tempel. Nachdem er sich alles angesehen hatte, ging er, weil es schon spät geworden war, mit den °Zwölf hinaus nach Betanien.
12Als sie am nächsten Morgen Betanien verließen, hatte er Hunger. 13In der Ferne sah er einen Feigenbaum mit Blättern und ging hin, um nachzusehen, ob er eine Feige an ihm fände. Als er hinkam, fand er nichts als Blätter – denn es war keine Zeit für Feigen. 14Da ergriff er das Wort und sagte zum Baum: »In °Ewigkeit soll kein Lebewesen mehr von dir Früchte essen.« Und seine °Jüngerinnen und Jünger hörten es.
15Sie kamen nach Jerusalem. Er betrat den Tempel und begann, alle hinauszuwerfen, die im Tempel verkauften und kauften, stürzte die Tische der Geldwechsler und die Stühle der Taubenverkäufer um 16und ließ nicht zu, dass auch nur ein einziger Gegenstand durch den Tempel getragen wurde. 17Dabei lehrte er sie: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus wird ein Haus des Gebetes für alle °Völker genannt werden? Aber ihr habt es in eine Räuberhöhle verwandelt.« 18Hohepriester und Toragelehrte hörten dies und suchten Wege, ihn ins Verderben zu stürzen. Denn sie fürchteten ihn, weil das ganze Volk von seiner Lehre überwältigt war. 19Sobald der Abend anbrach, verließen Jesus und seine Vertrauten die Stadt.
20Am Morgen bemerkten sie im Vorbeigehen, dass der Feigenbaum von der Wurzel her verdorrt war. 21Da erinnerte sich Petrus und sagte zu ihm: »Sieh nur, Rabbi, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt.« 22Jesus antwortete und sprach zu ihnen: »Habt °Vertrauen in Gott! 23°Ja, ich sage euch: Die zu diesem Berg sagen: ›Erhebe dich und wirf dich in den See‹, und die im eigenen °Herzen nicht zweifeln, sondern °vertrauen, dass geschehen wird, was sie sagen, denen wird es zuteil werden. 24Deshalb sage ich euch: Alles, wofür ihr betet und um das ihr bittet – wenn ihr vertraut, dass ihr es erlangt, wird es euch zuteil werden. 25Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, was ihr gegen jemanden habt, damit auch euer °Gott im Himmel euch vergibt, wenn ihr ungerecht wart.«(694)