z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Markusevangelium

Kapitel 10

3Jesus entgegnete ihnen: »Was hat euch Mose geboten?« 4Sie sprachen: »Mose hat es gestattet, einen Scheidebrief zu schreiben und sie ziehen zu lassen.« 5Da sagte Jesus zu ihnen: »Weil eure Herzen so hart sind, schrieb er euch dieses °Gebot auf. 6Am Anfang der Schöpfung aber schuf Gott die Menschen männlich und weiblich. 7Deshalb wird ein Mensch Mutter und °Vater verlassen, wird ein Mann sich mit seiner Frau verbinden und eine Frau sich mit ihrem Mann. 8Und die zwei werden ein °Fleisch sein. Also sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. 9Was Gott zum Paar verbunden hat, soll ein Mensch nicht trennen.« 10Im Blick auf ihre eigene Situation fragten die °Jüngerinnen und Jünger wie schon früher weiter nach. 11Jesus antwortete ihnen: »Wer seine Frau ziehen lässt und heiratet eine andere, der begeht ihr gegenüber Ehebruch. 12Lässt sie ihren Mann ziehen und heiratet einen anderen, dann begeht sie Ehebruch.«
13Leute aus dem Dorf brachten Kinder zu Jesus, damit er sie berühre. Aber die °Jüngerinnen und Jünger herrschten sie an. 14Als Jesus das sah, wurde er wütend und sagte zu ihnen: »Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran, denn sie gehören zu Gottes °Reich. 15Ja, ich sage euch: Nur wer Gottes Reich wie ein Kind aufnimmt, wird dort hineingelangen.« 16Und er nahm die Kinder in die Arme, segnete sie und legte die Hände auf sie.
17Als Jesus sich auf den Weg machte, kam einer herbeigelaufen, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: »Guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich Anteil am °ewigen Leben erhalte?« 18Jesus entgegnete ihm: »Was nennst du mich gut? Niemand ist gut außer °Gott allein. 19Die °Gebote kennst du: Du sollst nicht töten! Du sollst keine Ehe brechen! Du sollst nicht stehlen! Du sollst keine falschen Aussagen machen! Du sollst keinen Raub begehen! Halte deinen Vater und deine Mutter in Ehren!« 20Da antwortete der andere: »Lehrer, das alles habe ich seit meiner Jugend befolgt.« 21Jesus blickte ihn an, umarmte ihn voll Zuneigung und sagte zu ihm: »Eins fehlt dir: Geh hin, verkaufe, was du hast, und gib es den Armen! Dann wirst du einen Schatz im Himmel haben. Danach komm her, folge mir nach!« 22Der andere wurde über diese Antwort sehr traurig und ging niedergeschlagen fort; denn er hatte viele Besitztümer. 23Da schaute sich Jesus um und sagte zu seinen °Jüngerinnen und Jüngern: »Wie schwer werden alle, die etwas besitzen, in Gottes °Reich hineingelangen!« 24Die Jüngerinnen und Jünger erschraken über seine Worte. Wieder antwortete Jesus ihnen: »Kinder, wie schwer ist es, in Gottes Reich hineinzugelangen! 25Es ist leichter für ein Kamel, durch ein Nadelöhr hindurchzukommen, als für Reiche, in Gottes Reich hineinzugelangen.« 26Da entsetzten sie sich völlig und sprachen zueinander: »Wer kann dann heil werden?« 27Jesus blickte sie an und sagte: »Bei den Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott. Denn bei Gott ist alles möglich.«