z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Lukasevangelium

Kapitel 9

37Am Tag darauf, als sie vom Berg heruntergekommen waren, kamen viele Leute bei ihm zusammen. 38Und seht, ein Mann aus der Menge rief: »Lehrer, ich bitte dich: Wende dich meinem °Sohn zu, denn er ist mein Einziger. 39Und sieh, ein °Geist packt ihn, und plötzlich schreit er, und es reißt ihn hin und her, bis er schäumt – und ist er mit Mühe und Not von ihm losgekommen, ist er völlig erschlagen. 40Ich habe deine °Schüler und Schülerinnen gebeten, den Geist auszutreiben, doch sie vermochten es nicht.« 41Jesus erwiderte: »Oh, ihr Unzuverlässigen und Verkehrten, bis wann soll ich bei euch bleiben und euch ertragen? Bringe deinen Sohn hierher!« 42Aber wie er herbeikam, riss und zerrte ihn die °dämonische Macht. Jesus bedrohte die °unreine °Geistkraft, machte den Jungen gesund und gab ihn seinem °Vater. 43Alle waren tief erschüttert von der Erhabenheit Gottes.
Da alle über das staunten, was er tat, sagte er zu seinen °Jüngern und Jüngerinnen: 44»Hört gut auf diese Worte: Der °Mensch droht in die Hände der Menschen übergeben zu werden.« 45Sie verstanden diese Rede nicht. Sie blieb wie durch Schleier vor ihnen verborgen, so dass sie sie nicht begreifen konnten, und sie fürchteten sich, ihn zu fragen, was diese Rede bedeute.
46Ein Gedanke stieg aber in ihnen auf: Wer unter ihnen wohl am Größten sei. 47Jesus wusste um diesen Gedanken in ihren Herzen und er nahm ein Sklavenkind, stellte es neben sich 48und sprach zu ihnen: »Wer dieses Sklavenkind in meinem Namen aufnimmt, nimmt mich auf. Und wer mich aufnimmt, nimmt die Macht auf, die mich gesandt hat. Auch die Geringsten, die euch in allem untergeordnet sind, sind durch sie groß!« 49Johannes gab ihm zur Antwort: »Meister, wir sahen eine Person in deinem Namen °dämonische Mächte austreiben, und wir versuchten, sie daran zu hindern, denn sie hat sich uns nicht angeschlossen.« 50Jesus aber sagte zu ihm: »Hindert sie doch nicht daran! Wer nicht gegen euch ist, ist für euch!«
51Und als die Tage seines Aufstiegs sich erfüllten, stand sein Beschluss fest, sich nach Jerusalem aufzumachen. 52Er schickte °Boten und Botinnen vor sich her. Diese kamen in ein Dorf Samarias, wo sie für ihn um Aufnahme suchten. 53Sie nahmen ihn aber nicht auf, weil er darauf bestand, nach Jerusalem zu gehen. 54Als die °Jünger Jakobus und Johannes dies sahen, sagten sie: »Du °Herr, willst du, dass wir sagen: Feuer komme herab aus dem Himmel und verbrenne sie?« 55Er wandte sich ab und drohte ihnen. 56Und sie gingen in ein anderes Dorf.
57Als er mit seinen Jüngerinnen und Jüngern unterwegs war, sprach ihn jemand an und sagte: »Ich will dir folgen, wohin auch immer du gehst.« 58Da antwortete Jesus: »Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester, aber °wir haben keinen Ort, an dem wir uns ausruhen können.«
59Zu einem anderen sagte er: »Folge mir!« Der aber antwortete: »Erlaube mir, dass ich zuerst noch einmal weggehe, um meinen °Vater zu begraben.« 60Er aber sagte zu ihm: »Lass die Toten ihre Toten begraben. Du aber mach dich auf und verkünde das °Reich Gottes.«
61Wieder jemand sagte: »Ich will dir nachfolgen, °Herr. Aber zuerst erlaube mir, von denen in meinem Haus Abschied zu nehmen.«