z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Lukasevangelium

Kapitel 20

1Einmal in jenen Tagen, als er das °Volk im Tempel lehrte und °frohe Botschaft brachte, stellten sich die Hohenpriester und die Schriftgelehrten zusammen mit den Ältesten auf 2und sagten zu ihm: »Sage uns, in welcher Vollmacht du dies tust, und wer hat dich dazu ermächtigt?« 3Er gab ihnen zur Antwort: »So will auch ich euch °etwas fragen und ihr sagt es mir: 4Das °Tauchbad des Johannes, war es vom Himmel oder von Menschen ermächtigt?« 5Sie aber besprachen miteinander: »Wenn wir sagen ›vom Himmel‹, dann fragt er: ›Weswegen habt ihr ihm dann nicht °geglaubt?‹ 6Und wenn wir sagen ›von Menschen‹, wird sich das ganze Volk von uns abwenden, denn es ist überzeugt, dass Johannes ein Prophet war.« 7So antworteten sie: »Wir wissen nicht, woher.« 8Und Jesus sagte zu ihnen: »Auch ich sage euch nicht, in welcher Vollmacht ich dies tue.«
9Damals begann er damit, dem °Volk diesen Vergleich zu erzählen: »Es pflanzte einer einen Weinberg. Er gab ihn den Bauern und zog für eine bestimmte Zeit weg. 10Und zur Erntezeit schickte er zu den Bauern einen °Sklaven, damit sie ihm von dem Ertrag des Weinberges gäben. Die Weinbauern jagten ihn leer fort, nachdem sie ihn verprügelt hatten. 11Daraufhin sandte er einen anderen Sklaven. Sie aber schlugen und beschimpften auch diesen und jagten ihn leer fort. 12Darauf sandte er einen dritten. Sie aber misshandelten diesen und warfen ihn hinaus. 13Da sprach der °Herr des Weinberges: ›Was soll ich tun? Ich werde meinen geliebten °Sohn schicken. Vielleicht werden sie diesen respektieren.‹ 14Als die Bauern ihn sahen, besprachen sie sich miteinander und sagten: ›Dies ist der Erbe. Lasst uns ihn umbringen, damit das Erbgut uns zufällt!‹ 15Und sie warfen ihn aus dem Weinberg und brachten ihn um. Was wird ihnen der Herr des Weinberges jetzt tun? 16Er wird kommen und diese Weinbauern zugrunde richten und den Weinberg anderen geben.« Seine Zuhörer und Zuhörerinnen aber riefen: »Das darf nicht geschehen!« 17Er aber blickte sie an und sagte: »Was bedeutet denn dieses Schriftwort: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden? 18Wer aber auf jenen Stein fällt, wird mit ihm zusammen zerschmettert. Und: Auf die er sich stürzt, die wird er zermalmen.« 19Und die Schriftgelehrten und Hohenpriester versuchten, Hand an ihn zu legen in dieser Stunde, obwohl sie das °Volk °fürchteten, denn sie wussten, dass er diesen Vergleich auf sie gemünzt hatte.
20Um ihn genau zu beobachten, schickten sie Aufpasser, die Gerechte mimen sollten; die sollten ihn bei einem °Wort fassen, so dass sie ihn der Befehlsgewalt und Vollmacht des römischen Statthalters ausliefern konnten. 21Sie stellten folgende Frage: »Lehrer, wir wissen, du redest und lehrst, was recht ist, und du bist nicht bestechlich, sondern lehrst in Wahrheit den Weg Gottes. 22Ist es erlaubt, dass wir dem Cäsar Steuer zahlen oder nicht?« 23Er nahm aber ihre List wahr und sagte zu ihnen: 24»Zeigt mir einen Denar! Wessen Bild und Aufschrift trägt er?« Und sie sagten: »Cäsars«. 25Er sagte zu ihnen: »So gebt das, was dem Cäsar gehört, dem Cäsar, und das, was °Gott gehört, Gott!«