z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Lukasevangelium

Kapitel 19

26›ich sage euch, denen, die haben, wird gegeben werden, aber denen, die nicht haben, denen wird genommen werden. 27Nun zu meinen Feinden, die nicht wollten, dass ich über sie herrsche: Führt sie hierher und tötet sie vor mir!‹« 28Nachdem Jesus dies gesagt hatte, machte er sich auf, um nach Jerusalem hinaufzuziehen. 29Und als er nach Betfage und Betanien kam und sich dem so genannten Ölberg näherte, da schickte er zwei von seinen °Jüngerinnen und Jüngern 30mit den Worten aus: »Geht in das Dorf gegenüber, und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Fohlen angebunden finden, auf dem noch kein Mensch gesessen hat. Bindet es los und führt es her! 31Und wenn euch jemand fragt, warum ihr es losbindet, so sagt: Der °Gebieter braucht es.« 32Und die Ausgesandten gingen weg und fanden es so, wie er es ihnen gesagt hatte. 33Als sie das Fohlen losbanden, sagten seine °Besitzer zu ihnen: »Warum bindet ihr das Fohlen los?« 34Und sie sagten: »Der °Herr braucht es.« 35Und sie brachten es zu Jesus, warfen ihre Kleider auf das Fohlen und ließen ihn aufsteigen. 36Als er loszog, breiteten sie ihre Kleider auf dem Weg aus. 37Aber schon als er sich dem Abhang des Ölbergs näherte, begann die ganze Gruppe der Jüngerinnen und Jünger sich zu freuen und Gott wegen all der machtvollen Taten, die sie gesehen hatten, lauthals 38mit den Worten zu loben:
»Gepriesen ist, der da kommt,
der König, im Namen der Lebendigen.
Im Himmel ist °Friede
und °Gottesglanz in den Höhen!«
39Und einige von der pharisäischen Gruppe sagten abgewandt vom Volk zu ihm: »Lehrer, verbiete das deinen °Schülern und Schülerinnen!« 40Er antwortete: »Ich sage euch: Wenn sie schweigen werden, werden die Steine schreien.«
41Als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie 42und sagte: »Wenn doch auch du an diesem Tag erkannt hättest, was dir zum °Frieden dient! Jetzt aber bleibt es vor deinen Augen verborgen. 43Denn es werden Tage für dich kommen, da werden deine Feinde um dich herum einen Wall aufwerfen und dich umzingeln und dich von allen Seiten bedrängen. 44Sie werden dich samt deinen Kindern dem Erdboden gleichmachen und sie werden in dir nicht Stein auf Stein lassen, denn du hast den Zeitpunkt nicht erkannt, als Gott dich besuchte.«
45Und als er in den Tempel hineinging, begann er diejenigen, die etwas verkaufen wollten, hinauszuwerfen, 46indem er zu ihnen sagte: »Es steht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus sein, ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht.«
47Und er war täglich im Tempel, um zu lehren. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten wollten ihn zu Grunde richten, ebenso die Obersten des °Volkes. 48Doch sie kamen nicht darauf, was sie tun sollten, denn das ganze Volk hängte sich an ihn und hörte ihn gern.