z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Lukasevangelium

Kapitel 14

1Als er einmal in ein Haus kam, das einem der Ersten der pharisäischen Bewegung gehörte, um das Sabbatbrot zu essen, waren auch einige da, die speziell auf ihn achteten. 2Und seht, vor ihn trat ein Mensch, der war wassersüchtig. 3Und Jesus sprach zu den Gesetzeskundigen und pharisäischen Leuten: »Ist es erlaubt, an einem Sabbat zu heilen oder nicht?« 4Sie aber waren still. Er fasste ihn aber an, heilte ihn und ließ ihn gehen. 5Und er sagte zu ihnen: »Wer von euch hat ein °Kind oder ein Rind, das in den Brunnen fiel, und zieht es nicht sofort herauf am Tag des Sabbat?« 6Und sie vermochten nichts darauf zu entgegnen.
7Als er sah, wie die Gäste die obersten Plätze auswählten, ließ er sie vergleichen: 8»Wenn ihr von jemandem zu einer Hochzeit eingeladen seid, so setzt euch nicht an den obersten Platz. Eine vornehmere Person als ihr könnte vom Gastgeber eingeladen sein 9und, wenn dieser kommt, der euch und sie eingeladen hat, verlangt er: ›Macht ihr Platz!‹ Und dann müsstet ihr beschämt den letzten Platz einnehmen. 10Darum, wenn ihr eingeladen seid, geht lieber an den untersten Platz, damit euer Gastgeber zu euch kommt und sagt: ›Liebe Leute, rückt hinauf!‹ Dann könnt ihr vor allen, die mit euch eingeladen sind, °strahlen! 11Alle, die sich selbst erhöhen, werden °erniedrigt, und wer sich erniedrigt, wird erhöht werden!« 12Und zu seinem Gastgeber sagte er: »Wenn du ein Mittag- oder Abendessen machst, rufe nicht deine Freunde oder Geschwister, noch deine Verwandten oder reichen Nachbarsleute, damit nicht etwa auch die dich wieder einladen und es dir vergelten. 13Wenn du ein Gastmahl gibst, dann rufe Arme und Durchstochene(715), Lahme, Blinde! 14Und du wirst glücklich sein, denn, da sie es dir nicht vergelten können, wird dir vergolten bei der °Auferstehung der Gerechten!« 15Einer der mit ihm eingeladenen Gäste hörte ihn und sagte zu ihm: »Glücklich ist, wer das Brot im °Reich Gottes isst!«
16Er aber sagte zu ihm: »Ein Mensch veranstaltete ein großes Festessen und lud viele ein. 17Er schickte seinen °Sklaven zur gegebenen Stunde aus, den Eingeladenen zu sagen: ›Kommt, denn jetzt ist es bereit!‹ 18Und auf einmal fingen alle an, sich zu entschuldigen. Der Erste sagte: ›Ich habe ein Feld gekauft und ich muss es unbedingt ansehen gehen. Ich bitte dich, sieh mich als entschuldigt an!‹ 19Ein anderer sagte: ›Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe hin, um sie zu prüfen. Ich bitte dich, sieh mich als entschuldigt an!‹ 20Noch ein anderer sagte: ›Ich habe eine Frau geheiratet und kann deshalb nicht kommen.‹ 21Der Sklave kam und berichtete dies seinem °Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sagte seinem Sklaven: ›Geh schnell auf die Plätze und Gassen der Stadt und führe die armen Leute, die Durchstochenen, Blinden und Lahmen herein!‹ 22Und der Sklave sagte: ›Herr, es ist geschehen, wie du aufgetragen hast, und doch ist noch Raum.‹ 23Da sagte der Herr zum Sklaven: ›Geh hinaus auf die Wege und zu den Zäunen und nötige die Leute, hereinzukommen, damit mein Haus sich füllt!‹ 24Ich sage euch: Keiner jener Männer, die eingeladen waren, wird mein Festessen zu kosten bekommen!«
25Viele Menschen waren mit ihm unterwegs. Da wandte er sich um und sagte zu ihnen: