z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Lukasevangelium

Kapitel 13

1In dieser Stunde kamen Leute zu ihm, die ihm von Männern und Frauen aus Galiläa berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren °Opfergaben vermischt hatte. 2Er antwortete: »Meint ihr, dass diese °sündiger gewesen seien als alle in Galiläa, weil sie so etwas erleiden mussten? 3Nein, sage ich euch. Wenn ihr nicht °umkehrt, werdet ihr alle auch so zugrunde gehen. 4Oder jene 18, auf die der Turm von Schiloach stürzte und sie tötete – meint ihr, dass sie schuldiger gewesen seien als alle Menschen, die in Jerusalem wohnen? 5Nein! Ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr genauso zugrunde gehen.«
6Er ließ sie vergleichen: »Es hatte jemand einen Feigenbaum, der in seinem Weinberg gepflanzt war; und er kam immer wieder, um an ihm nach Frucht zu suchen. Er fand aber keine. 7Da sprach er zum Winzer: ›Es sind schon drei Jahre, dass ich komme, um nach Früchten an diesem Feigenbaum zu suchen, und nichts finde. 8So hau ihn um! Wozu nimmt er der Erde Kraft?‹ Er erhielt als Antwort: ›°Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis ich den Boden ringsum gegraben und Dünger gegeben habe, 9dann könnte er künftig doch noch Frucht tragen. Wenn aber nicht, lass ihn umhauen.‹«
10Jesus lehrte in einer der °Synagogen am Sabbat. 11Und seht, dort war eine Frau, die litt seit 18 Jahren an einem °Geist, der sie schwach machte. Sie saß zusammengekrümmt und konnte den Kopf überhaupt nicht heben. 12Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: »Frau, du bist erlöst von deiner Schwäche!« 13Und er legte ihr die Hände auf und die Frau richtete sich sofort gerade auf und °pries Gott. 14Daraufhin sagte der Synagogenvorsteher – er war aber über die Heilung am Sabbat verärgert – zum Volk: »Es gibt sechs Tage zum Arbeiten. An diesen Tagen könnt ihr kommen, um euch heilen zu lassen. Nicht aber am Sabbat!« 15°Jesus antwortete ihm: »Macht euch nichts vor! Bindet nicht jeder und jede von euch den eigenen Ochs oder Esel vom Futterplatz los und führt das Tier zur Tränke? 16Sollte dann diese Frau, die Tochter Abrahams ist, die der °Satan, seht, volle 18 Jahre lang gefesselt hat, nicht von dieser Fessel am Sabbat befreit werden?« 17Diese Worte beschämten all jene, die gegen ihn gewesen waren. Das Volk hingegen freute sich über alle wunderbaren Taten, die durch ihn geschahen.
18Er aber sprach: »Was ist der °Königsmacht Gottes ähnlich, und womit soll ich sie vergleichen? 19Ich vergleiche sie mit einem Senfkorn, das eine Person nahm und in ihrem Garten säte. Es ist gewachsen und zu einem Baum geworden, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen!« 20Und wiederum sprach Jesus: »Womit soll ich die Königsmacht Gottes vergleichen? 21Sie ist ähnlich einem Sauerteig, den eine Frau nahm und in drei Maß(714) Mehl mengte, bis das Ganze durchsäuert war.«
22Er wanderte von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und lehrte. So zog er nach Jerusalem. 23Da fragte ihn jemand: »°Herr, werden nur wenige °gerettet?« Und Jesus antwortete ihnen: 24»Kämpft darum, durch die enge Tür hineinzukommen; denn ich sage euch, viele werden versuchen hineinzukommen, aber sie werden es nicht können. 25Sobald die Person, der das Haus gehört, aufgestanden ist und die Tür geschlossen hat, steht ihr draußen und beginnt, an die Tür zu klopfen und zu rufen: ›°Herr, öffne uns!‹ Dann wird sie euch aber antworten: ›Ich kenne euch nicht. Wo kommt ihr her?‹