z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Leviticus. Das dritte Buch der Tora

Kapitel 25

21So gilt: Ich werde im sechsten Jahr für euch meinen Segen aufbieten. Und er wird Ertrag für drei Jahre bewirken. 22Ihr werdet im achten Jahr aussäen, aber ihr esst von dem alten Ertrag bis ins neunte Jahr. Bis sein Ertrag kommt, esst ihr Altes.
23Das Land darf nicht unwiderruflich verkauft werden, denn mir gehört das Land, und ihr seid Fremde und Leute mit Bleiberecht bei mir. 24Im ganzen Land eures Besitzes sollt ihr für das Land das Lösungsrecht gewähren.
25Wenn dein Mitmensch verarmt und er von seinem Besitz verkaufen muss, dann komme sein Löser, der nächste Verwandte, zu ihm. Das Verkaufte seines Mitmenschen löst er aus. 26Wenn es für ihn keinen Löser gibt, er jedoch die notwendigen Mittel selbst aufbringt für seine Auslösung, 27dann soll er die Jahre seit seinem Verkauf berechnen und er soll das, was darüber hinausgeht, demjenigen zurückerstatten, der von ihm gekauft hat. Er kehrt so zu seinem Besitz zurück. 28Wenn er aber die notwendigen Mittel nicht aufbringen kann, um es ihm zurückzuerstatten, soll sein Verkauftes bis zum Jobeljahr in der Hand des Käufers bleiben. Im Jobeljahr kommt er los, und er kehrt zu seinem Besitz zurück. 29Wenn jemand ein Haus in einer befestigten Stadt verkauft, dann besteht ein Lösungsrecht bis zum Ende des Verkaufsjahres, eine bestimmte Zeit soll das Lösungsrecht bestehen. 30Wenn es nicht ausgelöst ist, wenn das Jahr vollendet ist, dann bleibt das Haus, das in der befestigten Stadt ist, auf Dauer bei dem Käufer und bei seinen nachfolgenden Generationen. Es wird auch im Jobeljahr nicht frei. 31Aber die Häuser der Siedlungen, die von keiner Mauer umgeben sind, sollen zu den Feldern des Landes gerechnet werden, ein Löserecht besteht für sie, und im Jobeljahr werden sie frei. 32Was die levitischen Städte, die Häuser in den Städten ihres Besitzes angeht: für das Geschlecht Levis soll ein °immerwährendes Lösungsrecht bestehen. 33Was aber von den Leviten ausgelöst wird, das verkaufte Haus und die Stadt seines Besitzes, wird im Jobeljahr frei. Denn die Häuser der levitischen Städte sind ihr Besitz inmitten der Nachkommen Israels. 34Auch das Weideland im Umfeld ihrer Städte darf nicht verkauft werden, denn es ist ein °immerwährender Besitz für sie.
35Wenn dein Mitmensch verarmt und seine Hand neben dir zu zittern beginnt, sollst du ihn stützen – sei er fremd oder mit Gastrecht, damit er mit dir leben kann. 36Du sollst von ihm weder Zins noch Zuschlag nehmen. Du sollst deiner Gottheit °Ehrfurcht erweisen, so dass dein Mitmensch mit dir leben kann. 37Dein Geld sollst du ihm nicht gegen Zins leihen, noch deine Nahrung mit Zuschlag geben.
38Ich, Adonaj, Gott-für-euch, weil ich euch aus Ägypten herausgeführt habe, um euch das Land Kanaan zu geben, um Gott-für-euch zu sein.
39Wenn dein Mitmensch neben dir verarmt und sich dir verkauft, sollst du dich seiner nicht für °Sklavenarbeit bedienen. 40Wie ein Lohnarbeiter mit Gastrecht sei er bei dir; bis zum Jobeljahr arbeite er bei dir. 41Dann soll er von dir freikommen: er selbst und seine Kinder mit ihm. Er °kehrt zu seiner Sippe zurück, und zu dem Besitz seiner Vorfahren soll er wieder zurückkehren. 42Denn mir dienen sie. Ich habe sie aus Ägypten herausgeführt, darum werden sie nicht in die Sklaverei verkauft. 43Du sollst über ihn nicht mit Gewalt herrschen und du sollst °Ehrfurcht vor deiner Gottheit haben. 44Was deinen Sklaven und deine Magd angeht, die bei dir sind von den fremden Völkern, die um euch her wohnen, von denen kannst du Frauen und Männer zur Sklavenarbeit erwerben. 45Auch die Nachkommen der mit euch wohnenden Fremden könnt ihr kaufen, und von ihrer Sippe, die mit euch lebt, die sie in eurem Land bekommen haben. Sie mögen euer Besitz sein.