z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Leviticus. Das dritte Buch der Tora

Kapitel 25

12Denn ein Jobeljahr ist dies, heilig soll es euch sein. Das von selbst Gewachsene eures Feldes dürft ihr direkt essen.
13In diesem Jobeljahr soll jede Person zu ihrem Besitz zurückkehren. 14Und wenn ihr etwas an eine Person eurer °Abstammungsgemeinschaft verkauft oder aus der Hand einer der Angehörigen eurer Gemeinschaft kauft, dann sollt ihr euch nicht untereinander übervorteilen. 15Entsprechend der Zahl der Jahre nach dem Jobeljahr kaufst du von dem Angehörigen deines Volkes. Entsprechend der Zahl der Erntejahre soll er dir verkaufen. 16Im Verhältnis zur höheren Zahl an Jahren sollst du den Kaufpreis vergrößern, und im Verhältnis zur kleineren Zahl an Jahren sollst du den Kaufpreis verringern, denn dieser verkauft dir eine Anzahl an Ernten. 17Ihr sollt niemanden aus eurem Volk übervorteilen. Erweise Gott Ehrfurcht,
denn ich, Adonaj, Gott-für-euch.
18Ihr sollt meine Satzungen ausführen und meine °Rechtsbestimmungen beachten und sie tun, dann werdet ihr im Lande in Sicherheit wohnen. 19Das Land wird seine Frucht geben, und ihr esst bis zur Sättigung und wohnt sicher in ihm. 20Wenn ihr aber fragt: »Was sollen wir im siebten Jahr essen? Wir säen doch nicht noch sammeln wir unseren Ertrag ein.« 21So gilt: Ich werde im sechsten Jahr für euch meinen Segen aufbieten. Und er wird Ertrag für drei Jahre bewirken. 22Ihr werdet im achten Jahr aussäen, aber ihr esst von dem alten Ertrag bis ins neunte Jahr. Bis sein Ertrag kommt, esst ihr Altes.
23Das Land darf nicht unwiderruflich verkauft werden, denn mir gehört das Land, und ihr seid Fremde und Leute mit Bleiberecht bei mir. 24Im ganzen Land eures Besitzes sollt ihr für das Land das Lösungsrecht gewähren.
25Wenn dein Mitmensch verarmt und er von seinem Besitz verkaufen muss, dann komme sein Löser, der nächste Verwandte, zu ihm. Das Verkaufte seines Mitmenschen löst er aus. 26Wenn es für ihn keinen Löser gibt, er jedoch die notwendigen Mittel selbst aufbringt für seine Auslösung, 27dann soll er die Jahre seit seinem Verkauf berechnen und er soll das, was darüber hinausgeht, demjenigen zurückerstatten, der von ihm gekauft hat. Er kehrt so zu seinem Besitz zurück. 28Wenn er aber die notwendigen Mittel nicht aufbringen kann, um es ihm zurückzuerstatten, soll sein Verkauftes bis zum Jobeljahr in der Hand des Käufers bleiben. Im Jobeljahr kommt er los, und er kehrt zu seinem Besitz zurück. 29Wenn jemand ein Haus in einer befestigten Stadt verkauft, dann besteht ein Lösungsrecht bis zum Ende des Verkaufsjahres, eine bestimmte Zeit soll das Lösungsrecht bestehen. 30Wenn es nicht ausgelöst ist, wenn das Jahr vollendet ist, dann bleibt das Haus, das in der befestigten Stadt ist, auf Dauer bei dem Käufer und bei seinen nachfolgenden Generationen. Es wird auch im Jobeljahr nicht frei. 31Aber die Häuser der Siedlungen, die von keiner Mauer umgeben sind, sollen zu den Feldern des Landes gerechnet werden, ein Löserecht besteht für sie, und im Jobeljahr werden sie frei. 32Was die levitischen Städte, die Häuser in den Städten ihres Besitzes angeht: für das Geschlecht Levis soll ein °immerwährendes Lösungsrecht bestehen. 33Was aber von den Leviten ausgelöst wird, das verkaufte Haus und die Stadt seines Besitzes, wird im Jobeljahr frei. Denn die Häuser der levitischen Städte sind ihr Besitz inmitten der Nachkommen Israels. 34Auch das Weideland im Umfeld ihrer Städte darf nicht verkauft werden, denn es ist ein °immerwährender Besitz für sie.
35Wenn dein Mitmensch verarmt und seine Hand neben dir zu zittern beginnt, sollst du ihn stützen – sei er fremd oder mit Gastrecht, damit er mit dir leben kann. 36Du sollst von ihm weder Zins noch Zuschlag nehmen. Du sollst deiner Gottheit °Ehrfurcht erweisen, so dass dein Mitmensch mit dir leben kann.