z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Leviticus. Das dritte Buch der Tora

Kapitel 25

1Adonaj sprach auf dem Berg Sinai zu Mose: 2Sprich zu den Nachkommen Israels und sage ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch gebe, dann soll das Land für Adonaj Sabbat feiern.
3Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und ihre Erträge einsammeln. 4Aber im siebten Jahr soll für das Land ein Sabbat der unbedingten Unterbrechung sein, ein Sabbat für Adonaj. Du sollst dein Feld nicht besäen und deinen Weinberg nicht beschneiden. 5Auch was von deiner Ernte nachwächst, sollst du nicht ernten, und die Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks sollst du nicht lesen. Ein Sabbatjahr soll es für das Land sein. 6Der Sabbat des Landes sei eure Nahrung: für dich und deinen Sklaven und deine Magd und für deinen Lohnarbeiter und für die mit Bleiberecht, die sich als Fremde bei dir aufhalten. 7Auch für dein Vieh und die wilden Tiere deines Landes diene all sein Ertrag zur Nahrung.
8Du zählst dir sieben Sabbatjahre – das sind sieben Jahre mal sieben. Die Zeit der sieben Sabbatjahre ergibt für dich 49 Jahre. 9Dann sollst du im siebten Monat am zehnten Tag des Monats, an Jom Kippur, dem Versöhnungstag, ein Schofarhorn ertönen lassen. Ihr sollt das Schofarhorn durch euer ganzes Land erschallen lassen. 10Ihr sollt den Verlauf des 50. Jahres heiligen, und ihr sollt im Land für alle seine Bewohner und Bewohnerinnen Freilassung ausrufen. Es ist ein Jobeljahr für euch. Eine jegliche Person von euch kehrt wieder zu ihrem Besitz und zu ihrer Sippe zurück. 11Das gesamte 50. Jahr ist für euch ein Jobeljahr. Ihr sollt nicht säen und das, was nachgewachsen ist, nicht ernten, und die unbeschnittenen Weinstöcke nicht lesen. 12Denn ein Jobeljahr ist dies, heilig soll es euch sein. Das von selbst Gewachsene eures Feldes dürft ihr direkt essen.
13In diesem Jobeljahr soll jede Person zu ihrem Besitz zurückkehren. 14Und wenn ihr etwas an eine Person eurer °Abstammungsgemeinschaft verkauft oder aus der Hand einer der Angehörigen eurer Gemeinschaft kauft, dann sollt ihr euch nicht untereinander übervorteilen. 15Entsprechend der Zahl der Jahre nach dem Jobeljahr kaufst du von dem Angehörigen deines Volkes. Entsprechend der Zahl der Erntejahre soll er dir verkaufen. 16Im Verhältnis zur höheren Zahl an Jahren sollst du den Kaufpreis vergrößern, und im Verhältnis zur kleineren Zahl an Jahren sollst du den Kaufpreis verringern, denn dieser verkauft dir eine Anzahl an Ernten. 17Ihr sollt niemanden aus eurem Volk übervorteilen. Erweise Gott Ehrfurcht,
denn ich, Adonaj, Gott-für-euch.
18Ihr sollt meine Satzungen ausführen und meine °Rechtsbestimmungen beachten und sie tun, dann werdet ihr im Lande in Sicherheit wohnen. 19Das Land wird seine Frucht geben, und ihr esst bis zur Sättigung und wohnt sicher in ihm. 20Wenn ihr aber fragt: »Was sollen wir im siebten Jahr essen? Wir säen doch nicht noch sammeln wir unseren Ertrag ein.« 21So gilt: Ich werde im sechsten Jahr für euch meinen Segen aufbieten. Und er wird Ertrag für drei Jahre bewirken. 22Ihr werdet im achten Jahr aussäen, aber ihr esst von dem alten Ertrag bis ins neunte Jahr. Bis sein Ertrag kommt, esst ihr Altes.
23Das Land darf nicht unwiderruflich verkauft werden, denn mir gehört das Land, und ihr seid Fremde und Leute mit Bleiberecht bei mir. 24Im ganzen Land eures Besitzes sollt ihr für das Land das Lösungsrecht gewähren.
25Wenn dein Mitmensch verarmt und er von seinem Besitz verkaufen muss, dann komme sein Löser, der nächste Verwandte, zu ihm. Das Verkaufte seines Mitmenschen löst er aus.