z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Kohelet

Kapitel 6

1Etwas Böses habe ich unter der Sonne gesehen, das die Menschen ungezählte Male belastet: 2Da sind Menschen, denen °Gott Reichtum, Vermögen und °Ansehen gibt, so dass es ihrem °Leben an nichts mangelt, was immer sie sich wünschen. Aber Gott gibt ihnen nicht die Möglichkeit, davon zu essen, weil Fremde davon essen! Das ist häwäl – sinnlos und ein übles Leiden! 3Selbst wenn es Menschen gäbe, die 100 Kinder hervorbrächten und viele, viele Tage und Jahre lebten, aber ihre °hungrige Kehle von dem Guten nie satt würde, und selbst wenn sie kein Grab fänden – ich sage euch dennoch: Gut ist eine Fehlgeburt dran, sie hat es besser als diese Menschen! 4Denn in häwäl kommt sie: wie ein Nichts, und in Finsternis geht sie dahin. Ihr Name bleibt völlig im Dunkeln. 5Das Sonnenlicht hat sie nie erblickt, ja, sie weiß gar nicht, was das ist. Sie hat mehr Ruhe als diese Menschen, 6selbst wenn sie 2 000 Jahre lebten, aber nie Gutes genossen hätten. Gehen am Ende nicht alle an ein und denselben Ort?
7Alles Mühen der Menschen dreht sich um ihren Mund, aber ihr °Hunger wird nie gestillt. 8Was ist denn der Vorteil der Weisen gegenüber den Unverständigen? Welchen Vorteil haben die °Elenden davon, wenn sie es verstehen, unter den Lebenden zu wandeln? 9Es ist gut, das zu genießen, was vor Augen liegt, besser als wenn das °Verlangen umherschweift. Auch das ist häwäl – ein nutzloses Jagen nach °Wind.
10Das, was geschehen ist, wurde längst beim Namen genannt. So ist auch bekannt, was die Menschen sind: Keineswegs können sie mit dem rechten, der mächtiger als sie ist.
11O ja, es gibt viele °Worte, die das Sinnlose, das häwäl vervielfachen. Welchen Vorteil haben die Menschen davon? 12Überhaupt, wer weiß schon, was für die Menschen gut ist an allen Tagen ihres vergänglichen Lebens in häwäl? – sie verbringen sie wie ein flüchtiger Schatten. Und wer könnte den Menschen mitteilen, was nach ihnen unter der Sonne sein wird?