z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Das Buch Kohelet

Kapitel 3

1Für alles gibt es eine Zeit – Zeit für jedes Vorhaben unter dem Himmel: 2Zeit zu gebären und Zeit zu sterben, Zeit zu pflanzen und Zeit, Gepflanztes auszureißen. 3Zeit zu töten und Zeit zu heilen, Zeit einzureißen und Zeit zu bauen. 4Zeit zu weinen und Zeit zu lachen, Zeit zu trauern und Zeit zu tanzen. 5Zeit, Steine zu werfen, und Zeit, Steine zu sammeln, Zeit zu umarmen und Zeit, das Umarmen zu meiden. 6Zeit zu suchen und Zeit verloren zu geben, Zeit zu bewahren und Zeit wegzuwerfen. 7Zeit auseinander zu reißen und Zeit zusammenzunähen, Zeit zu schweigen und Zeit, °Worte zu machen. 8Zeit zu lieben und Zeit zu hassen, Zeit für den Krieg und Zeit für den °Frieden.
9Welcher Gewinn bleibt denen, die so handeln, von ihrer Mühe? 10Ich sah mir die Aufgabe an, die °Gott den °Menschen gab, damit sie sich ihr widmen. 11Alles hat Gott schön gemacht zu seiner Zeit. Und hat das °Immer in das °Herz der Menschen gelegt, ohne dass sie herausfinden können, was Gott von Anfang bis Ende gewirkt hat.
12Ich habe erkannt, dass nichts Gutes bei ihnen ist, außer dass sie sich freuen und in ihrem Leben Gutes tun. 13Wo immer Menschen essen und trinken und in all ihren Mühen Gutes wahrnehmen, ist das ein Geschenk Gottes. 14Ich habe erkannt, dass alles, was Gott macht, °immerfort sein wird. Dem ist nichts hinzuzufügen, und davon ist nichts wegzunehmen. Gott hat gemacht, dass die Menschen Gott °achten.
15Das, was war, ist längst gewesen. Auch was sein wird, war längst. Und Gott sucht die Verfolgten.(479) 16Und weiter habe ich unter der Sonne gesehen: Bis zum Ort der °Rechtsprechung drang der Rechtsbruch vor, bis zum Ort der Gerechtigkeit der Rechtsbruch.
17Ich sagte mir in meinem °Herzen: Die °Gerechten und diejenigen, die das °Recht brechen, wird Gott zur Rechenschaft ziehen, weil dort für jedes Vorhaben und für jedes Werk Zeit ist. 18Ich sagte mir in meinem °Herzen, was die °Menschen betrifft: Gott hat sie auserwählt, musste aber sehen, dass sie einander wie Tiere sind. 19Und was das Schicksal der °Menschen und das Schicksal der Tiere angeht: Ein und dasselbe Schicksal steht ihnen bevor. Der Tod von diesen gleicht dem Tod von jenen. Sie haben denselben °Atem. Die Menschen haben keinen Vorrang vor den Tieren. Denn alles ist häwäl – alles vergeht. 20Alles geht zu einem einzigen Ort. Alles ist aus Staub entstanden, und alles °kehrt zum Staub zurück. 21Wer weiß denn schon, ob der °Atem der °Menschen nach oben aufsteigt und ob der °Atem der Tiere in die Erde hinabsteigt? 22Ich sah: Es gibt nichts Gutes, als dass sich die Menschen bei ihren Werken freuen. Denn das ist ihr Anteil. Ja, wer könnte sie dahin bringen, das zu sehen, was nach ihnen kommt?