z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit Josuas

Kapitel 8

1Adonaj sagte zu Josua: »Fürchte dich nicht und lass dich nicht verwirren! Nimm alle Kriegsleute mit dir, steh auf, geh hinauf nach Ai! Sieh doch, ich habe den König von Ai mit den Frauen und Männern, Mädchen und Jungen seines Volkes in deine Hand gegeben, so auch seine Stadt und sein Land. 2Tu Ai und ihrem König genau dasselbe an, was du Jericho und ihrem König angetan hast! Nur: Die Beute der Stadt und ihre Tiere, erbeutet sie für euch! Leg in deinem eigenen Interesse hinter der Stadt einen Hinterhalt!« 3Da stand Josua auf – und mit ihm alle Kriegsleute – um nach Ai hinaufzugehen. Josua wählte 30.000 tapfere, kräftige Leute aus und schickte sie nachts los. 4Er gebot ihnen: »Seht her: Ihr legt euch in den Hinterhalt hinter die Stadt. Entfernt euch nicht weit von der Stadt und seid alle bereit! 5Ich und die Frauen und Männer Israels, die bei mir sind, wir nähern uns der Stadt von vorn. Wenn sie dann herausziehen, uns entgegen, so wie beim letzten Mal, fliehen wir vor ihnen. 6Sie werden herausziehen, hinter uns her, bis wir sie von der Stadt weggelockt haben. Denn sie werden sich sagen: ›Sie fliehen vor uns, genau wie beim letzten Mal.‹ Und wir werden tatsächlich vor ihnen fliehen. 7Dann aber steht ihr auf aus dem Hinterhalt, ihr nehmt die Stadt in Besitz. Adonaj, eure Gottheit, hat sie in eure Hand gegeben. 8Wenn ihr der Stadt habhaft geworden seid, brennt die Stadt nieder; damit entsprecht ihr dem Wort Adonajs! Seht, ich habe es euch geboten.« 9Damit schickte Josua sie los; sie gingen zu dem Ort ihres Hinterhalts und lagerten sich zwischen Bet-El und Ai, westlich von Ai. Josua aber verbrachte jene Nacht inmitten der israelitischen Frauen und Männer.
10Früh am nächsten Morgen stand Josua auf und nahm das °Volk in Augenschein. Dann stieg er – er und die Ältesten Israels – hinauf nach Ai, vor den Frauen und Männern, den Mädchen und Jungen des Volkes her. 11Auch alle Kriegsleute, die mit ihm waren, stiegen hinauf und näherten sich der Stadt. Sie kamen ihr gegenüber an und lagerten sich nördlich von Ai, so dass zwischen ihnen und Ai das Tal lag. 12Er hatte ungefähr 5.000 Leute genommen und sie als Hinterhalt zwischen Bet-El und Ai, westlich der Stadt, aufgestellt. 13So stellten sie das Volk auf: das ganze Lager nördlich der Stadt und seinen Hinterhalt westlich der Stadt. In jener Nacht ging Josua mitten in das Tal hinein. 14Als der König von Ai das sah, hasteten die Männer der Stadt früh los, sie zogen heraus Israel entgegen, in die Schlacht, er und sein ganzes Volk, zu dem festgelegten Ort vor der Steppe. Er wusste nicht, dass hinter der Stadt ein Hinterhalt für ihn gelegt war. 15Josua und ganz Israel wurden von ihnen geschlagen und flohen Richtung Wüste. 16Da wurde das ganze °Volk zusammengerufen, das noch in der Stadt war, um sie zu verfolgen. Und die Menschen jagten hinter Josua her und wurden so abgezogen von der Stadt. 17Nicht ein Mensch blieb in Ai oder in Bet-El, der oder die nicht hinauszog, Israel hinterher. Die Stadt ließen sie offen. Sie verfolgten ja Israel.
18Da sagte Adonaj zu Josua: »Streck den Spieß in deiner Hand in Richtung Ai aus, denn ich gebe die Stadt in deine Hand!« Und Josua streckte den Spieß in seiner Hand in Richtung der Stadt. 19Unverzüglich standen die im Hinterhalt von ihrem Platz auf: Sie rannten los, als er seine Hand ausstreckte, und sie kamen in die Stadt und nahmen sie ein. Und sie beeilten sich, die Stadt niederzubrennen. 20Die Menschen aus Ai drehten sich um, sie sahen hin – und da stieg Rauch aus der Stadt zum Himmel auf; sie hatten keine Kraft mehr zu fliehen, weder hierhin noch dorthin. Die Frauen und Männer Israels aber, die in die Wüste geflohen waren, wandten sich nun gegen den Trupp, der hinter ihnen herjagte: 21Josua und ganz Israel sahen, wie die aus dem Hinterhalt die Stadt einnahmen und Rauch aus der Stadt aufstieg. Da °kehrten sie um und schlugen die Menschen Ais. 22Jene, die aus der Stadt hinausgezogen waren, ihnen entgegen, waren in Israels Mitte eingekesselt: Die einen kamen von der einen Seite, die anderen von der anderen Seite. Sie schlugen sie so, dass weder Überlebende übrig blieben noch Menschen fliehen konnten. 23Den König von Ai aber fassten sie lebend und brachten ihn zu Josua.
24Als Israel damit fertig war, alle Einwohnerinnen und Einwohner Ais umzubringen auf dem Feld, in der Wüste, wohin diese ihnen nachgejagt waren – sie alle waren bis zum Ende dem gefräßigen Schwert zum Opfer gefallen –, kehrte ganz Israel um nach Ai. Sie schlugen die Stadt mit dem gefräßigen Schwert. 25Die Zahl der Gefallenen an jenem Tag, Männer wie Frauen, belief sich auf 12.000 – alle Menschen Ais.