z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit Josuas

Kapitel 7

1Aber die Israelitinnen und Israeliten veruntreuten etwas von dem, was der Vernichtung geweiht war: Achan ben-Karmi ben-Sabdi ben-Serach, der zum Stamm Juda gehörte, nahm etwas weg von dem, was der Vernichtung geweiht war. Da schnaubte Adonaj vor Zorn über die Israelitinnen und Israeliten. 2Josua schickte Männer aus Jericho nach Ai, das bei Bet-Awen, östlich von Bet-El liegt. Er sagte zu ihnen: »Geht hinauf und erkundet das Land!« Und die Männer gingen hinauf und erkundeten Ai. 3Danach °kehrten sie zu Josua zurück und berichteten ihm: »Es müssen nicht alle Frauen und Männer des °Volkes hinaufziehen; ungefähr 2.000 oder 3.000 Leute sollten hinaufziehen und Ai schlagen können. Bemühe doch nicht das ganze Volk dorthin und ermüde es so, sie sind ja nur ein kleines Häuflein!« 4Also zogen vom Volk ungefähr 3.000 Leute dorthin – und mussten vor den Leuten Ais fliehen: 5Die Menschen von Ai schlugen ungefähr 36 von ihnen, sie jagten ihnen vom Tor bis nach Schebarim hinterher und schlugen sie dort am Abhang. Da zerschmolz das °Herz des Volkes, wurde zu Wasser. 6Josua zerriss seine Kleidung und fiel auf sein Gesicht zur Erde nieder vor dem Schrein Adonajs bis zum Abend, er und die Ältesten Israels: Sie warfen Staub auf ihre Köpfe. 7Und Josua sagte: »Ach, Adonaj, °du allein hast Macht über mich: Warum nur hast du dieses Volk hinüberziehen lassen – jawohl, hinüberziehen lassen! – über den Jordan? Um uns in die Hand der Amoriterinnen und Amoriter zu geben, um uns verschwinden zu lassen? Hätten wir uns doch nicht dazu überwunden! Wären wir doch auf der anderen Seite des Jordans geblieben! 8Bitte, du allein hast Macht über mich, was soll ich sagen, jetzt, nachdem Israel seinen Feindinnen und Feinden den Rücken zugekehrt hat? 9Die Menschen Kanaans, alle, die dieses Land bewohnen, werden davon hören; dann werden sie uns umzingeln(129) und unseren Namen aus der Landkarte ausschneiden. Und was willst du dann noch für deinen großen Namen tun?«
10Da sagte Adonaj zu Josua: »Stell dich hin! Was soll das, dass du dich zu Boden geworfen hast? 11Israel hat sich und mich °verfehlt, sie haben meine °Bundesverpflichtung überschritten, die ich ihnen geboten habe, sie haben von dem genommen, was der Vernichtung geweiht ist: Sie haben es gestohlen, sie haben es verheimlicht und sie haben es in ihre Sachen gelegt. 12Die Menschen Israels werden nicht aufstehen können gegen die, die ihnen feindlich gesinnt sind. Den Rücken werden sie ihren Feindinnen und Feinden zudrehen, ja, sie sind der Vernichtung geweiht. Ich werde nicht weiter mit euch sein – es sei denn, ihr reißt, was der Vernichtung geweiht ist, aus eurer Mitte heraus!
13Steh auf! °Heilige die Frauen und Männer, Mädchen und Jungen Israels! Sprich: ›Heiligt euch für morgen! Denn so spricht Adonaj, die Gottheit Israels: ¹Der Vernichtung Geweihtes ist in deiner Mitte, Israel. Du wirst nicht aufstehen können gegen diejenigen, die dir feindlich gesinnt sind, bis ihr dafür sorgt, dass das der Vernichtung Geweihte aus eurer Mitte verschwindet!“
14Morgen früh sollt ihr euch nähern, untergliedert nach euren Stämmen: Der Stamm, den Adonaj herausgreift, nähere sich °Sippe für Sippe. Danach soll sich diejenige Sippe dieses Stammes nähern, die Adonaj herausgreift, geordnet nach ihren Familien. Die Familie wiederum, die Adonaj daraus herausgreift, nähere sich Mann(130) für Mann. 15So wird es geschehen: Wer herausgegriffen wird mit dem, was der Vernichtung geweiht ist, wird verbrannt werden, er und alles, was ihm gehört. Denn er hat Adonajs Bundesverpflichtung überschritten, er hat nämlich eine grausame Dummheit begangen in Israel.‹«
16Früh am nächsten Morgen stand Josua auf und ließ Israel Stamm für Stamm antreten. Herausgegriffen wurde der Stamm Juda. 17Dann näherten sich die Sippen Judas, von denen wurde die Sippe Serachs herausgegriffen. Die Sippe Serachs wiederum näherte sich Mann für Mann, von denen wurde Sabdi herausgegriffen. 18Als sich nun die Angehörigen seines Haushaltes Mann für Mann näherten, da wurde Achan ben-Karmi ben-Sabdi ben-Serach aus dem Stamm Juda herausgegriffen.
19Josua sagte zu Achan: »Mein Sohn, leg doch °Gewicht auf Adonaj, die Gottheit Israels, gib ihr die Ehre und erzähl mir: Was hast du getan? Verheimliche nichts vor mir!« 20Achan antwortete Josua: »Ja, es stimmt wirklich: Ich war es, ich habe Adonaj, die Gottheit Israels, °verfehlt, so und so kam ich dazu: 21Ich sah unter der Beute einen Mantel babylonischer Art, einen einzigartig schönen, außerdem 200 Schekel Silber und eine Zunge, eine aus Gold, 50 Schekel schwer. Ich wollte die Sachen haben, also nahm ich sie. Hier, schau hin, sie sind in der Erde verscharrt, in der Mitte meines Zeltes, das Silber zuunterst.« 22Daraufhin °entbot Josua Leute; sie liefen zum Zelt – und da waren die Sachen: verscharrt in seinem Zelt, das Silber zuunterst. 23Sie nahmen die Sachen aus der Mitte des Zeltes, brachten sie zu Josua und den ganzen anderen Israelitinnen und Israeliten und schütteten sie vor das Angesicht Adonajs. 24Josua nahm Achan ben-Serach, das Silber, den Mantel und die goldene Zunge, sowie seine Söhne und Töchter, sein Rind, seinen Esel und sein Kleinvieh, auch sein Zelt und alles, was ihm gehörte – ganz Israel war mit ihm und sie führten sie gemeinsam hinauf ins Tal Achor, das heißt ›Unglückstal‹. 25Josua sagte: »Was hast du uns ins Unglück gestürzt? Heute stürzt Adonaj dich ins Unglück.« Es steinigte ihn ganz Israel, und die einen verbrannten sie, die anderen steinigten sie.