z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Über die Zeit Josuas

Kapitel 22

1Zu der Zeit rief Josua die Rubeniterinnen und Rubeniter, die Menschen von Gad und den halben Stamm Manasse zusammen 2und sprach zu ihnen: »Ihr habt auf alles geachtet, was euch Mose, der °Vertraute Adonajs, geboten hat – und auch auf meine Stimme habt ihr gehört, was auch immer ich euch geboten habe: 3Ihr habt eure Geschwister nicht im Stich gelassen so lange Zeit bis heute, nein, ihr habt das Gebot Adonajs, eurer Gottheit, bewahrt wie nichts anderes. 4Jetzt ist es so weit: Adonaj, eure Gottheit, hat eure Geschwister aufatmen und zur Ruhe kommen lassen, genau wie sie zu euch geredet hat. °Kehrt jetzt um und geht in eurem eigenen Interesse zu euren Zelten, in das Land eures Besitzes, das Land, das euch Mose, der Vertraute Adonajs, gegeben hat auf der anderen Seite des Jordans! 5Nur: Achtet genau darauf, nach dem Gebot und nach der °Tora zu leben, die Mose, der Vertraute Adonajs, euch geboten hat: nämlich, Adonaj, eure Gottheit, zu lieben, in allen ihren Wegen zu gehen, ihre Gebote zu beachten, an ihr zu hängen und für sie °da zu sein mit eurem ganzen °Denken und Fühlen und °allem, was euch ausmacht!«
6Josua segnete sie und entließ sie. Sie gingen zu ihren Zelten. 7Der einen Hälfte des Stammes Manasse hatte Mose Erbbesitz gegeben in Baschan. Der anderen Hälfte hatte Josua zusammen mit ihren Geschwistern Erbbesitz gegeben auf der anderen, der westlichen Seite des Jordans. Als er sie zu ihren Zelten entließ und sie segnete, 8sprach er auch zu ihnen: »°Kehrt mit großen Reichtümern zu euren Zelten zurück, mit sehr großen Viehherden, mit Silber, Gold, Bronze und Eisen und mit sehr vielen Kleidungsstücken! Teilt mit euren Geschwistern, was ihr an Beute bei euren Feindinnen und Feinden gemacht habt!«
9Da kehrten die Nachkommen Rubens, die Nachkommen Gads und der halbe Stamm Manasse um und gingen fort von den Israelitinnen und Israeliten aus Schilo im Land Kanaan, um in das Land Gilead zu gehen, in das Land ihres Besitzes, das sie in Besitz genommen hatten, wie Adonajs Mund es durch Mose gesagt hatte. 10Als sie in die Gegend des Jordans kamen – noch im Land Kanaan –, bauten die Nachkommen Rubens, die Nachkommen Gads und der halbe Stamm Manasse dort einen Altar am Jordan, einen Altar, groß anzusehen. 11Die Israelitinnen und Israeliten hörten: »Passt auf: Die Nachkommen Rubens, die Nachkommen Gads und der halbe Stamm Manasse haben einen Altar vor dem Land Kanaan gebaut, in der Gegend des Jordans, auf der Seite der Israelitinnen und Israeliten!« 12Als die Israelitinnen und Israeliten das hörten, versammelte sich die ganze °Gemeinschaft Israels in Schilo, um gegen sie hinaufzuziehen in den Krieg. 13Die Israelitinnen und Israeliten schickten Pinhas ben-Eleasar, den Priester, zu den Nachkommen Rubens, den Nachkommen Gads und dem halben Stamm Manasse in das Land Gilead. 14Zehn Menschen, die in der Gemeinschaft das Sagen hatten, waren bei ihm, jeweils einer von jeder einzelnen Familie jedes Stammes Israels, jede Person gehörte zu den Familienoberhäuptern der Tausendschaften Israels. 15Die kamen zu den Nachkommen Rubens, zu den Nachkommen Gads und zum halben Stamme Manasse in das Land Gilead und redeten mit ihnen: 16»So spricht die ganze Gemeinschaft Adonajs: Was ist das für eine Untreue, mit der ihr der Gottheit Israels untreu werdet, so dass ihr euch heute °weggedreht habt von Adonaj, indem ihr für euch allein einen Altar aufgebaut habt, um heute gegen Adonaj zu rebellieren? 17War für uns die Schuld Pegors etwa zu klein, von der wir uns bis heute nicht gereinigt haben? Es kam doch deswegen der Schlag über die Gemeinschaft Adonajs! 18Und ihr? Ihr °dreht euch heute weg von Adonaj! So wird es kommen: Heute rebelliert ihr allein gegen Adonaj – und morgen wird seine Wut trotzdem über die ganze Gemeinschaft Israels kommen! 19Gewiss: Wenn das Land eures Besitzes unrein geworden ist, kommt in eurem eigenen Interesse herüber in das Land des Besitzes Adonajs, wo Adonajs Wohnung ihren Wohnort hat, und werdet in unserer Mitte ansässig! Aber rebelliert bloß nicht gegen Adonaj – und gegen uns rebelliert auch nicht, indem ihr für euch allein einen Altar baut und damit neben den Altar Adonajs, unserer Gottheit, einen weiteren Altar baut! 20Hat nicht Achan benSerach etwas veruntreut, das der Vernichtung geweiht war? Gegen die ganze Gemeinschaft Israels richtete sich der Zorn – und dieser war doch ein einzelner Mann! Ist er nicht aufgrund seiner Schuld umgekommen?«
21Da antworteten die Nachkommen Rubens, die Nachkommen Gads und der halbe Stamm Manasse; sie redeten mit den Oberhäuptern über die Tausendschaften Israels: 22»Bei Adonaj, °Gott der °Gottheiten: Adonaj, Gott der Gottheiten, weiß sehr wohl und Israel soll wissen: Wenn es in Rebellion und Untreue gegen Adonaj geschehen ist – du mögest uns jetzt nicht retten! –, 23dass wir für uns selbst einen Altar gebaut haben, um uns von Adonaj abzukehren, wenn wir ihn gebaut haben, um °Brandopfer und °Speisegaben in die Höhe aufsteigen zu lassen, und wenn wir ihn gebaut haben, um °Mahlopfer, die °gemeinsam gegessen werden, zu veranstalten – dann soll Adonaj selbst es untersuchen! 24Nichts davon! Wir haben dies getan aus Sorge, aus folgender Überlegung heraus. In Zukunft könnten eure Nachkommen zu unseren Nachkommen sagen: ›Was soll das sein mit euch und Adonaj, der Gottheit Israels? 25Eine Grenze hat Adonaj gesetzt zwischen uns und euch, den Nachkommen Rubens und den Nachkommen Gads, nämlich den Jordan. Für euch gibt es keinen Anteil an Adonaj!‹ Eure Nachkommen werden dafür sorgen, dass unsere Nachkommen Adonaj nicht mehr fürchten!