z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Johannesevangelium

Kapitel 6

1Danach ging Jesus fort an das andere Ufer des galiläischen Sees, der bei Tiberias liegt. 2Viele Leute folgten ihm, weil sie die Wunderzeichen gesehen hatten, die er an den Kranken getan hatte. 3Jesus ging hinauf auf den Berg und setzte sich dort mit seinen °Jüngerinnen und Jüngern. 4Es war kurz vor dem jüdischen Pessachfest. 5Als Jesus nun seine Augen erhob und sah, dass viele Leute zu ihm kamen, sagte er zu Philippus: »Wo sollen wir Brote kaufen, damit sie zu essen haben?« 6Dies sagte er, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er wusste selbst, was er tun wollte. 7Philippus antwortete ihm: »Brote für 200 Denare(731) würden nicht reichen, damit alle auch nur ein bisschen von ihnen bekämen«. 8Andreas, ein °Jünger Jesu, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: 9»Es gibt ein Kind hier, das fünf Gerstenbrote und zwei Fische hat; aber was ist das für so viele?« 10Jesus sagte: »Lasst die Menschen sich niedersetzen!« Es gab viel Gras an dem Ort. Die Menschen setzten sich also, an Zahl waren es ungefähr 5.000. 11Da nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und gab denen, die dort saßen, und genauso gab er ihnen auch von den Fischen, so viel sie wollten. 12Als sie satt waren, sagte er zu seinen Jüngerinnen und Jüngern: »Sammelt die übrig gebliebenen Stücke, damit nichts verloren gehe.« 13Sie sammelten sie also und füllten zwölf Körbe mit den Stücken von den fünf Gerstenbroten, die beim Essen übrig geblieben waren. 14Als nun die Menschen das Wunderzeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: »Dieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommt!« 15Als Jesus nun erkannte, dass sie kommen und ihn ergreifen wollten, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.
16Als es Abend wurde, gingen seine °Jüngerinnen und Jünger zum See hinunter 17und stiegen in ein Boot und fuhren ans andere Seeufer nach Kafarnaum. Es war schon finster geworden, und Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen. 18Der See war aufgewühlt, weil ein heftiger Sturm wehte. 19Als sie nun ungefähr fünf oder sechs Kilometer gerudert waren, sahen sie Jesus, wie er auf dem See umherging und in die Nähe des Bootes kam, und sie °erstarrten vor Angst. 20Er aber sagte ihnen: »Ich bin es; hört auf, euch zu ängstigen!« 21Sie wollten ihn nun ins Boot nehmen; und sofort war das Boot an dem Land, auf das sie zugefahren waren.
22Am nächsten Tag sahen die Leute, die noch am anderen Ufer des Sees standen, dass kein anderes Schiff da war außer dem einen, und sie wussten, dass Jesus nicht mit seinen °Jüngerinnen und Jüngern in das Boot gestiegen war, sondern diese allein weggefahren waren. 23Aber es kamen Schiffe aus Tiberias, nahe zum Ort, wo sie das Brot gegessen hatten, nachdem der °Rabbi das Dankgebet gesprochen hatte. 24Als die Leute nun sahen, dass Jesus nicht da war und auch nicht seine Jüngerinnen und Jünger, stiegen sie in die Boote und fuhren nach Kafarnaum, auf der Suche nach Jesus. 25Sie fanden ihn auf der anderen Seite des Sees und sagten ihm: »Rabbi, wann bist du hierher gekommen?«