z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Johannesevangelium

Kapitel 5

1Danach gab es ein jüdisches Fest, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem. 2In Jerusalem ist am Schafstor ein Teich, der auf Hebräisch Betesda genannt wird und der fünf Säulenhallen hat. 3In ihnen lagen viele Kranke: blinde, bewegungsunfähige und verkrüppelte Menschen.*[FN2_Bei späteren Textzeugen findet sich noch folgende erklärende Ergänzung zum Text: 4Denn ein Engel 5Es gab dort einen Menschen, der schon 38 Jahre krank war. 6Als Jesus diesen liegen sah und erkannte, dass er schon lange Zeit krank war, sagte er ihm: »Willst du gesund werden?« 7Der Kranke antwortete ihm: »°Rabbi, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich trägt, wenn das Wasser unruhig ist; während ich aber komme, steigt jemand anderes vor mir hinein.« 8Jesus sagt ihm: »Steh auf, hebe deine Liege hoch und geh umher!« 9Sofort wurde der Mensch gesund und hob seine Liege hoch und ging umher.
Jener Tag war ein Sabbat. 10Andere jüdische Menschen sagten dem Geheilten also: »Es ist Sabbat, und es ist dir nicht erlaubt, deine Liege zu tragen.« 11Er antwortete ihnen: »Der mich gesund gemacht hat, der hat mir gesagt: ›Hebe deine Liege hoch und geh umher!‹« 12Sie fragten ihn: »Wer ist der Mensch, der dir gesagt hat: ›Hebe sie hoch und geh umher!‹ ?« 13Der Geheilte wusste nicht, wer es war, denn Jesus hatte sich entfernt, als viele Leute an dem Ort zusammenkamen. 14Danach fand Jesus ihn im Tempel und sagte ihm: »Sieh, du bist gesund geworden; °entferne dich nicht wieder von Gott, damit dir nicht etwas Schlimmeres geschieht!« 15Der Mensch ging weg und erzählte anderen jüdischen Menschen, dass es Jesus sei, der ihn gesund gemacht habe. 16Deshalb verfolgte die jüdische Obrigkeit Jesus, weil er dies an einem Sabbat getan hatte. 17Der Jude Jesus aber antwortete ihnen: »Mein °Vater wirkt bis jetzt, und auch ich wirke«. 18Deshalb versuchte die jüdische Obrigkeit umso mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat aufgehoben hatte, sondern auch Gott seinen eigenen °Vater genannt hatte, wobei er sich Gott gleich machte.(730)
19Deshalb antwortete Jesus und sagte ihnen: »°Amen, amen, ich sage euch: Das °Kind kann nichts von sich aus tun, wenn es nicht die °Eltern etwas tun sieht. Was nämlich jene machen, das macht genauso auch das Kind. 20Denn die Eltern lieben das Kind und zeigen ihm alles, was sie selbst tun – und noch größere Taten als diese werden sie ihm zeigen, damit ihr staunt. 21Denn wie °Gott als Vater und Mutter die Toten °auferweckt und °lebendig macht, so macht auch das erwählte Kind lebendig, welche es will. 22Gott nämlich richtet niemanden, sondern hat das gesamte Gericht dem °erwählten Kind übergeben, 23damit alle Gottes °Erwählten ehren, wie sie auch °Gott ehren. Diejenigen, die den Erwählten nicht ehren, ehren auch Gott nicht, die ihn gesandt hat. 24Amen, amen, ich sage euch: Alle, die mein °Wort hören und an Gott glauben, die mich gesandt hat, haben °ewiges Leben und kommen nicht ins Gericht, sondern sind vom Tod zum Leben hinübergegangen. 25Amen, amen, ich sage euch: Die Zeit kommt, und sie ist jetzt schon da, wo die Toten die Stimme des °Erwählten Gottes hören werden und die, die hören, werden leben.