z.B.: Gen 18,16-33 oder Ps 84

Johannesevangelium

Kapitel 20

1Am ersten Tag nach dem Sabbat kam Maria aus Magdala früh, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. 2Da lief sie los und kam zu Simon Petrus und dem anderen °Jünger, dem, den Jesus liebte. Sie sagte zu ihnen: »Sie haben den °Rabbi aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wo sie ihn hingebracht haben.« 3Da gingen Petrus und der andere Jünger los und kamen zum Grab. 4Die beiden liefen zusammen, aber der andere Jünger lief schneller als Petrus und kam zuerst zum Grab. 5Er bückte sich und sah die Tücher daliegen, aber er ging nicht hinein. 6Simon Petrus, der ihm folgte, kam auch, ging in das Grab hinein und sah die Tücher daliegen, 7aber das Tuch, das seinen Kopf bedeckt hatte, lag nicht bei den anderen Tüchern, sondern zusammengefaltet für sich an einem eigenen Ort. 8Dann ging auch der andere Jünger, der zuerst zum Grab gekommen war, hinein und er sah und °glaubte. 9Allerdings wussten sie noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten °auferstehen musste. 10Die beiden Jünger gingen wieder zu sich.
11Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie weinte, beugte sie sich in das Grab hinein 12und sah zwei °Engel in weißen Kleidern dasitzen, einer am Kopf und einer an den Füßen, wo der °Körper Jesu gelegen hatte. 13Sie sagten zu ihr: »Frau, warum weinst du?« Sie sagte zu ihnen: »Sie haben meinen °Rabbi fortgenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingebracht haben.« 14Als sie dies gesagt hatte, drehte sie sich um und sah Jesus dastehen, aber sie wusste nicht, dass es Jesus war. 15Jesus sagte zu ihr: »Frau, warum weinst du? Wen suchst du?« Sie dachte, dass er der Gärtner wäre, und sagte zu ihm: »°Herr, wenn du ihn weggetragen hast, sage mir, wo du ihn hingebracht hast, und ich werde ihn holen.« 16Jesus sagte zu ihr: »Maria!« Sie wandte sich um und sagte zu ihm auf Hebräisch: »Rabbuni!« – das heißt Lehrer. 17Jesus sagte zu ihr: »Halte mich nicht fest, denn ich bin noch nicht zu °Gott, meinem Ursprung, aufgestiegen. Geh aber zu meinen Geschwistern und sage ihnen: Ich steige auf zu meinem Gott und eurem Gott, zu °Gott, die mich und euch erwählt hat.« 18Maria aus Magdala kam und verkündete den °Jüngerinnen und Jüngern: »Ich habe °Jesus den Lebendigen gesehen.« Und dies hat er ihr gesagt.
19Am Abend dieses ersten Tages nach dem Sabbat, als die °Jüngerinnen und Jünger hinter geschlossenen Türen saßen aus Angst vor der jüdischen Obrigkeit, da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: »°Friede sei mit euch!« 20Als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Seite. Da freuten sich die Jüngerinnen und Jünger, dass sie °Jesus den Lebendigen sahen. 21Jesus sagte noch einmal zu ihnen: »Friede sei mit euch! Wie mich °Gott gesandt hat, so sende ich euch.« 22Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und sagte ihnen: »Nehmt die heilige °Geistkraft auf. 23Allen, denen ihr °Unrecht vergebt, ist es vergeben. Allen, denen ihr dies verweigert, bleibt es.«
24Aber Thomas, einer der °Zwölf, der Didymos oder Zwilling genannt wurde, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 25Die anderen °Jüngerinnen und Jünger sagten zu ihm: »Wir haben °Jesus den Lebendigen gesehen.« Er aber sagte zu ihnen: »Wenn ich nicht die Wunden der Nägel in seinen Händen sehe und meinen Finger in die Nägelwunden lege und mit meiner Hand in seine Seite greife, dann werde ich nicht glauben.«